Dutzende Tote in Salvador da Bahia: Militär greift ein

17. April 2014, 22:48
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Seit Dienstag starben bei Ausschreitungen in der brasilianischen Metropole mindestens 44 Menschen

Salvador da Bahia - In der Metropole Salvador da Bahia hat das brasilianische Militär nach Ausschreitungen mit Toten und Plünderungen eingreifen müssen. Mindestens 44 Menschen kamen seit dem Beginn eines Polizeistreiks am Dienstag nach offiziellen Angaben ums Leben. Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff reagierte mit der Entsendung von 2.500 bewaffneten Soldaten und 250 Elitepolizisten.

"Ich habe das angewiesen, um für die Sicherheit der Öffentlichkeit und den Frieden in Bahia zu sorgen", schrieb Rousseff auf Twitter. "Es ist inakzeptabel, dass die Bevölkerung Bahias gefährdet wird." Der Sprecher des Regierungsbezirks, Isaac Jorge, erklärte den Streik nach zwei Tagen derweil für beendet. Dieser sei "illegal und nicht vom Gesetz gestützt" gewesen. Die Forderungen der streikenden Polizisten würden nicht erfüllt.

Salvador ist Brasiliens drittgrößte Stadt und gilt als eine der gefährlichsten. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer ist die Stadt Austragungsort mehrerer Spiele, unter anderem der deutschen Nationalmannschaft. (red/sid, 17.4.2014)

  • Ein geplünderter Supermarkt in Salvador da Bahia.
    foto: reuters/pontes

    Ein geplünderter Supermarkt in Salvador da Bahia.

  • Die Polizei streikte seit Dienstag für bessere Bezahlung. Der Streik ist mittlerweile beendet.
    foto: reuters/valter pontes

    Die Polizei streikte seit Dienstag für bessere Bezahlung. Der Streik ist mittlerweile beendet.

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