Karmasin einigt sich mit Ländern auf Ausbau der Kinderbetreuung

17. April 2014, 19:39
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Länder müssen nur 35 statt 50 Prozent der Kosten übernehmen, versprochene 350 Millionen Euro werden ausgeschüttet

Wien - Versprochen waren die 350 Millionen Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung schon länger, nun hat sich Familienministerin Sophie Karmasin mit den Ländern auf die Modalitäten der Ausschüttung geeinigt, berichtet die "Krone" in ihrer Freitag-Ausgabe. Einer der Eckpunkte: Wie von Karmasin bereits im Vorfeld angedeutet, wird der Kofinanzierungsanteil der Länder von 50 auf 35 Prozent gesenkt.

Zudem bringt die Einigung, die in einer 15a-Vereinbarung münden soll, flexiblere Öffnungszeiten, einen besseren Betreuungsschlüssel und eine kindgerechte Ausstattung der Kindergärten. Bei den Unter-Dreijährigen soll das Barcelona-Ziel, also eine Betreuungsquote von 33 Prozent, geschafft werden. Die 350 Millionen Euro sind für die Dauer der Legislaturperiode vorgesehen.

Weniger Kinder pro Pädagogin

Konkret soll der Betreuungsschlüssel künftig bei Krippen 1:4, bei Kindergärten 1:10 betragen. Erstmals können Bundesmittel nicht nur Kindergartenpädagogen, sondern auch Hilfskräfte finanziert werden. Neu ist zudem, dass gemeindeübergreifende Angebote mit Bundesmitteln gefördert werden, und bei Tageseltern gibt es erstmals Lohnkostenzuschüsse von maximal 10.000 Euro pro Jahr. Mittels Investitionskostenzuschuss fließt nun auch Geld etwa für zusätzliche Bewegungsräume oder die kindgerechte Gestaltung des Außengeländes.

Im Sinne des Ausbaus der Öffnungszeiten soll es eine besonders hohe Förderung für neue Kinderbetreuungsplätze geben, die den Kriterien des sogenannten Vereinbarkeitsindikators (VIF) entsprechen. Gewünscht ist besonders qualifiziertes Personal, eine Öffnung von mindestens 47 Wochen im Kindergartenjahr, mindestens 45 Stunden wöchentlich, werktags von Montag bis Freitag und an vier Tagen wöchentlich mindestens 9,5 Stunden sowie das Angebot von Mittagessen. (APA, red, 17.4.2014)

  • Kleinere Gruppengrößen sollen einer der Effekte sein, die die Einigung von Familienministerin Sophie Karmasin mit den Ländern bringt.
 
    foto: apa/fohringer

    Kleinere Gruppengrößen sollen einer der Effekte sein, die die Einigung von Familienministerin Sophie Karmasin mit den Ländern bringt.

     

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