"Schlecht für Standort" - Siemens-Chef gegen Kürzungen bei Bildung

17. April 2014, 15:31
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Hesoun: "Sehen das besorgt" - Lehrlingsinitiative in Sachen Berufsreifeprüfung

Auch die Industrie warnt vor Kürzungen im Bildungsbereich: "Wir sehen das besorgt", erklärte Siemens-Österreich-Generaldirektor Wolfgang Hesoun am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien. Die gute Ausbildung der Mitarbeiter sei einer der wichtigsten Gründe, warum Industrieunternehmen weiterhin in Wien bzw. in Österreich tätig seien - trotz möglicher Kostenvorteile in anderen Ländern.

"Wenn das in Teilbereichen nicht mehr funktioniert, wird sich das für den Standort negativ auswirken", versicherte Hesoun, der auch Präsident der Industriellenvereinigung in Wien ist. Auch Wiens Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner (SPÖ) betonte, dass man über die Pläne nicht erfreut sei. Sparen im Bildungsbereich sei "schon sehr problematisch".

Lehrlingsförderung

Brauner präsentierte gemeinsam mit dem Siemens-Chef ein Projekt in Sachen Lehrlingsförderung. Der Konzern ermöglicht inzwischen jenem Firmennachwuchs, der in der Lehrwerkstätte in Floridsdorf aufgenommen wird, parallel zur Ausbildung auch eine Berufsreifeprüfung zu absolvieren. 2013 waren dies 17, heuer bereits 33 Personen.

Gestiegen ist laut Siemens auch die Zahl der Aufnahmen insgesamt. Im Jahr 2013 kamen in Wien 45 Lehrlinge zu Siemens, 2014 werden es 57 sein. In ganz Österreich werden bei Siemens heuer im Herbst rund 120 Lehrlinge ihre Ausbildung beginnen. Die Kurse in Sachen Reifeprüfung werden in Kooperation mit der Volkshochschule Floridsdorf durchgeführt. (APA, 17.4. 2014)

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