Berliner Gericht verbietet Limousinendienst Uber

17. April 2014, 13:18
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Landgericht erklärt einstweilige Verfügung, weil Uber "illegalen Taxiverkehr" betreibe

Der Limousinen-Service Uber muss seinen Betrieb in Berlin einstellen: Das entschied das Landgericht Berlin, nachdem die Taxi-Innung gegen den Service geklagt hatte. Uber, das selbstständige Fahrer und potenzielle Kunden verbindet, verstoße gegen geltende Regeln, da es einen "illegalen Taxiverkehr mit Mietwagen" betreibe, so das Gericht laut Zeit.

EU-Wettbewerbskommissarin ist Uber-Fan

Vergangene Woche war Uber auch in Belgien verboten worden, sehr zum Ärger der EU-Wettbewerbskommisarin Neelie Kroes. In einem Blogeintrag hatte sie sich massiv über das belgische Urteil echauffiert und von einem "verrückten Urteil" gesprochen, das sie "aus der Fassung" bringe.

Mehrere Widerstände

Das Uber-Geschäftsmodell hatte nach anfänglich großem Erfolg jetzt mehrere Widerstände erlebt: Taxigewerkschaften hatten weltweit gegen Uber protestiert, US-Kunden zeigten sich über zu hohe Preise verärgert. Zusätzlich gab es mehrere Beschwerden wegen sexueller Belästigung durch Fahrer. (fsc, derStandard.at, 17.4.2014)

  • Uber: Erfolgreiches Geschäftsmodell, das aber zu zahlreichen Protesten führte
    foto: reuters/diefenbach

    Uber: Erfolgreiches Geschäftsmodell, das aber zu zahlreichen Protesten führte

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