Weniger Salz verbraucht: Asfinag sparte 22 Millionen Euro

17. April 2014, 11:50
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In diesem Winter mussten nur 57.000 Tonnen Salz gestreut werden - 2012/13 waren es noch 125.000 Tonnen

Wien – Das milde Wetter hat die Kosten für den Winterdienst auf den Straßen gehörig verringert: Weniger Schnee und Eis als sonst bedeuteten auch weniger Salz, Splitt und Überstunden. Die Bundesländer haben sich einiges an Ausgaben erspart, erfuhr die APA in einem österreichweiten Rundruf, und auch die für das höherrangige Straßennetz zuständige Asfinag sparte 22 Millionen Euro.

Der Salzverbrauch der Asfinag betrug von Oktober 2013 bis März 2014 nur 57.000 Tonnen, in der Vorsaison waren es mit 125.000 Tonnen mehr als das Doppelte. Der kalte Winter 2012/13 hatte der Asfinag 55 Millionen Euro gekostet, der vergangene Winter verursachte viel geringere Gesamtkosten von 33 Millionen Euro.

Salzlager sind voll

Waren die Winterdienste in der Vorsaison noch 376.000 Stunden im Kampf gegen den Schnee im Einsatz, zählte man bei der Asfinag 2013/14 insgesamt nur 210.000 Arbeitsstunden. Die Salzlager sind also noch immer relativ voll, berichtete ein Sprecher des Betreibers des österreichischen Autobahn- und Schnellstraßennetzes der APA.

Auch wenn man sich für Personal, Salz und Fuhrpark im Vergleich zum vorigen Winter 22 Millionen Euro sparte, gab es für die Flotte der Winterdienste einige Herausforderungen zu bewältigen, so der Asfinag-Sprecher. Genannt wurden hier etwa die A10, die beim Wetterchaos in Kärnten unter Schnee und Eis versank, und der Packabschnitt. "Südösterreich war ganz eindeutig der Fokus der Herausforderungen des Winters", betonte der Sprecher.

Untätig war die Asfinag im zweitwärmsten Winter der 247-jährigen Messgeschichte aber auch im Osten Österreichs nicht. Die gewonnene Zeit wurde etwa für präventive Streufahrten genützt, ebenso wurden Bäume umgeschnitten.

"Großkampfwinter" in Kärnten

Während der Winter 2013/14 in weiten Teilen Österreichs ausgesprochen mild und in Sachen Straßenräumung daher kostengünstig ausgefallen ist, tanzte das südlichste Bundesland aus der Reihe: Ein massiver Wintereinbruch Anfang Februar hielt den Kärntner Winterdienst mehrere Wochen massiv in Atem. Auch wenn man mit den Gesamtkosten von rund zehn Millionen Euro etwa im Schnitt der vergangenen Jahre liege, könne die verganene Saison wegen der extremen Spitze durchaus als "Großkampfwinter" bezeichnet werden, erklärte Verkehrslandesrat Gerhard Köfer (Team Stronach) auf APA-Anfrage. "Besonders massiv waren die Schneefälle und damit die Räumungstätigkeiten im Februar, der gerade im Westen des Landes als einer der stärksten seit jeher bezeichnet werden kann", sagte Köfer.

Insgesamt wurden auf Kärntens Straßen 5.766 Räumkilometer, rund 90.000 Personalstunden sowie 60.000 Gerätestunden verzeichnet. Der Streusalzverbrauch lag bei etwa 18.000 Tonnen. Das bedeutet, dass die 53 Streusalzsilos mit einer Gesamtlagerkapazität von 9.000 Tonnen zwei Mal aufgefüllt werden mussten.

Budgets wurden geschont

In Niederösterreich sind 120.000 Tonnen weniger an Streumittel verbraucht worden, hieß es auf APA-Anfrage bei der Gruppe Straße des Amtes der NÖ Landesregierung. Die Gesamtkosten des Winterdiensteinsatzes würden voraussichtlich 25 Prozent unter jenen eines "durchschnittlichen Winters" liegen. Das Land Oberösterreich hat verglichen mit der vorangegangenen Saison um rund 65 Prozent weniger Streusalz benötigt. Auch in Salzburg hat der milde Winter die Budgets von Stadt und Land geschont. In der Landeshauptstadt wurden bisher nur 292 Tonnen Salz verbraucht, 1900 Tonnen sind es pro Saison im langjährigen Schnitt. Dazu gesellten sich heuer 634 Tonnen Split (statt 3000) und 55.000 Liter Sole, die Hälfte der üblicherweise eingesetzten Menge. (APA, red, 17.4.2014)

  • Vor allem in Kärnten hatten die Räumfahrzeuge in diesem Winter einiges zu tun. Ansonsten war der Winterdienst auf Österreichs Straßen äußerst überschaubar.
    foto: asfinag

    Vor allem in Kärnten hatten die Räumfahrzeuge in diesem Winter einiges zu tun. Ansonsten war der Winterdienst auf Österreichs Straßen äußerst überschaubar.

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