Dutzende Zivilisten bei Angriff auf UN-Basis im Südsudan verletzt

17. April 2014, 06:50
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UNO warnt vor Hungersnot in Südsudan - Ban Ki-Moon traf EU-Kommissarin Georgieva

New York/Juba - Bei einem Angriff bewaffneter Männer auf einen UN-Stützpunkt in der südsudanesischen Stadt Bor sind nach Angaben der Vereinten Nationen dutzende Zivilisten und zwei UN-Soldaten verletzt worden. Die Angreifer hätten am Donnerstag den Eingang des Stützpunkts durchbrochen und das Feuer auf die Zivilisten eröffnet, hieß es in einer UN-Erklärung.

Die Blauhelmsoldaten hätten das Feuer erwidert und die Angreifer zum Rückzug gezwungen. In dem UN-Komplex in Bor, der Hauptstadt des umkämpften Bundesstaats Jonglei, haben fast 5.000 Zivilisten Schutz vor der anhaltenden Gewalt in dem afrikanischen Land gesucht.

Hungersnot

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat vor einer Hungersnot im Südsudan gewarnt. Sollte nicht umgehend gehandelt werden, drohten bis zu eine Million Menschen in dem Land in den kommenden Monaten Hunger zu leiden, sagte Ban am Mittwoch in New York nach einem Treffen mit der für humanitäre Hilfe verantwortlichen EU-Kommissarin Kristalina Georgieva. Hunderttausende seien bereits extrem unterernährt.

Der Südsudan ist seit 2011 unabhängig und damit der jüngste Staat Afrikas. Seit Dezember tobt ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem ehemaligen Stellvertreter Riek Machar. Beide repräsentieren unterschiedliche Bevölkerungsgruppen (Kiir gehört den Dinka an, Machar den Nuer), deren Verhältnis ist seit Jahren angespannt. Hunderttausende Menschen sind wegen der Gewalt auf der Flucht. (APA, 17.4.2014)

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