OSZE: Journalisten in Konfliktgebieten in Ukraine Opfer von Gewalt

16. April 2014, 18:11
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Situation der Medienfreiheit in der Ukraine habe "sehr gefährliches Stadium" erreicht

Wien - Journalisten sind in den Konfliktgebieten in der Ukraine mit Gewalt, Einschüchterung und psychologischer Kriegsführung konfrontiert, teilte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Mittwoch in einer Aussendung mit. In den Regionen Donezk und Charkiw habe es eine Reihe von Angriffen auf Mitglieder der Medien in den vergangenen Tagen gegeben.

"Sehr gefährliches Stadium"

Am Ende ihres dreitägigen Besuches in der Ukraine urteilte die Beauftragte der OSZE für Medienfreiheit Dunja Mijatovic am Mittwoch, dass die Situation der Medienfreiheit in der Ukraine ein "sehr gefährliches Stadium" erreicht habe. Journalisten seien bedroht worden, Ausrüstung gestohlen oder zerstört worden, es habe Entführungen gefolgt von Freilassungen gegeben, Büros seien verwüstet oder Autos in Brand gesetzt worden.

Gewalt und Drohungen

"Die Freiheit der Medien ist ein Spiegelbild der gesamten Sicherheitslage . Aus meiner Sicht ist die Situation alarmierend, mit dem Risiko einer weiteren Verschlechterung , es sei denn, sie wird sofort verbessert. Gewalt gegen Journalisten muss jetzt aufhören und die Rechtsstaatlichkeit muss in dem Land wieder hergestellt werden", so Mijatovic. "Journalisten werden angegriffen, sowohl physisch als auch als Teil der laufenden psychologischen Kriegsführung. Journalisten in Konfliktgebieten sind konfrontiert mit Gewalt , Beschlagnahme und Zerstörung von Geräten und Drohungen auf einer täglichen Basis", sagte Mijatovic.  (APA, 16.4.2014)

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