Arbeiterkammer sieht Tiroler-Diskriminierung bei Konzert

16. April 2014, 17:11
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Präsident Zangerl stößt Gästekarten-Muss sauer auf - Fordert LH Platter auf nicht nur in diesem Fall einzuschreiten

Innsbruck/Ischgl - Der Tiroler AK stößt die Karten-Vergabepraxis vor dem Robbie Williams-Konzert in Ischgl am 3. Mai sauer auf. Die einheimische Bevölkerung werde benachteiligt, weil Konzertkarten nur in Verbindung mit einer Gästekarte erhältlich seien, kritisierte Präsident Erwin Zangerl. Hier werde eine "Exklusivveranstaltung für Touristen" abgehalten, sagt Zangerl.

Der AK-Präsident ging sogar einen Schritt weiter und forderte nicht nur in diesem Fall ein Einschreiten von Landeshauptmann und Tourismusreferent Günther Platter (ÖVP). In einem Brief an Platter sprach er von "gerade in jüngster Zeit immer wieder feststellbaren Benachteiligungen der einheimischen Bevölkerung bei der Tarifgestaltung durch bestimmte Tourismusverbände". Er ersuchte Platter um Einleitung notwendiger Schritte, um die angebliche Benachteiligung von Einheimischen im Sinne der gesamten Tiroler Bevölkerung zu unterbinden.

Unverständnis

Beim Tourismusverband Paznaun-Ischgl stieß die Kritik von Zangerl am Mittwoch auf "völliges Unverständnis". Zangerl wolle sich "offenbar mit verkürzter Schlagzeilen-Politik profilieren", betonte TVB-Obmann Alfons Parth und sprach von einer "platten Polemik" des AK-Präsidenten. Selbstverständlich werden Einheimische in keiner Weise diskriminiert und sind ebenso herzlich willkommen wie Gäste.

Zudem generiere die Anziehungskraft derartiger Events Wertschöpfung im Tal, durch die wiederum Arbeitsplätze sichergestellt würden, argumentierte Parth. "Dass wir die Anziehungskraft des von der Silvrettaseilbahn AG und des Tourismusverbandes finanzierten Events nutzen, um die Wertschöpfung im Tal zu generieren, sollte den AK-Präsidenten freuen", erklärte der Touristiker. (APA, 16.4.2014)

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