Android: Vor allem HTC-Geräte von Heartbleed betroffen

16. April 2014, 13:10
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Lookout: 5 Prozent aller Androidgeräte betroffen, HTC Evo 4G und One X an der Spitze

Vor einigen Tagen hat der Sicherheitsdienstleister Lookout eine eigene App zur Verfügung gestellt, mit der Android-NutzerInnen selbst überprüfen können, ob ihr Gerät von der Heartbleed-Lücke in OpenSSL betroffen ist. Nun liefert man in einer Presseaussendung erste konkrete Zahlen zu den daraus gewonnen Erkenntnissen.

Statistik

Aus den 102.000 ermittelten Datensätzen geht hervor, dass 4,82 Prozent aller NutzerInnen betroffen sind. Dabei variiert die Zahl stark nach Herkunftsland, so sind es etwa in den USA nur 3,03 Prozent in Deutschland aber gar 8,56 Prozent. Verantwortlich dürften dafür vor allem regional unterschiedliche Geräteabsätze und Updatepläne sein.

HTC

Unter den Android-Herstellern nimmt HTC eine besonders unrühmliche Rolle ein. Die Hälfte aller betroffenen Geräte stammen von dem taiwanesischen Unternehmen. Die Topposition nimmt das in Europa nicht erhältliche HTC Evo 4G ein, gefolgt von One X und One S.

Nachgespürt

Interessanterweise tauchen in der Statistik auch Geräte mit Android 4.1.2 und 4.2.2  auf, obwohl eigentlich nur die Version 4.1.1 betroffen sein sollte. Wie sich herausstellt, ist das auf BenutzerInnen alternativer Firmware zurückzuführen sein. Offenbar hat so manches Custom ROM entgegen den Empfehlungen von Google eigenständig den Heartbeet-Support in OpenSSL aktiviert. (apo, derStandard.at, 16.4.2014)

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