Twitter will mehr Profit aus Daten schlagen

16. April 2014, 12:06
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Die auf Informationsanalyse spezialisierte bisherige Partnerfirma Gnip wird gekauft

Twitter will aus seinen riesigen Datenbeständen künftig viel mehr Profit schlagen. Dazu kaufte das Unternehmen die auf Informationsanalyse spezialisierte bisherige Partnerfirma Gnip. Ziel sei es, den riesigen Schatz, den die mehr als 500 Millionen täglich über Twitter versendeten Kurznachrichten (Tweets) bergen, effizienter heben zu können, erklärte das Management am Dienstag. An der Börse sorgte Deal für einen Kurssprung von elf Prozent. Zuletzt hatten schwache Kundenzuwächse des Internet-Konzerns noch große Enttäuschung ausgelöst.

Für gezielte Datenauswertungen gibt es zahlreiche Interessenten. Finanzfirmen etwa wollen über die Tweets den Puls der Märkte fühlen und Fernsehproduzenten den Publikumsvorlieben nachspüren. Behörden versprechen sich wichtige Hinweise bei Katastrophen oder Unfällen. "Öffentliche Tweets können eine große Bandbreite an Erkenntnissen enthüllen - so viele, dass akademische Einrichtungen, Journalisten, Vertriebsmanager, Markenfirmen, Politiker und Produktentwickler regelmäßig gesammelte Twitter-Daten nutzen, um Trends zu entdecken, Stimmungen zu analysieren, Eilmeldungen zu finden, mit Kunden in Kontakt zu treten und vieles mehr", erläuterte Twitter-Vizepräsidentin Jana Messerschmidt.

Twitter verfügt über rund 250 Millionen registrierter Nutzer. Bislang kooperierte Twitter in Sachen Durchforstung der Tweet-Kommunikationen mit Firmen wie Gnip, Datasift und Dataminr. Diese erkauften sich Zugang zu den Tweets, sammelten und bündelten die Daten und verkauften diese dann an ihre Zielgruppen weiter. Gnip arbeitet auch mit anderen Partnern zusammen. Die Firma liefert ebenfalls Daten aus Internet-Netzwerken wie dem zu Facebook gehörenden Fotodienst Instagram, der Blogger-Plattform Tumblr, die Teil des Yahoo -Konzern ist, sowie von deren Konkurrent WordPress. (Reuters/red, derStandard.at, 16.4.2014)

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