Digitalpläne des ORF: "My ORF"-App bis 2016 geplant

16. April 2014, 11:22
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ORF-Generaldirektor Wrabetz in "TV-Media": Soll "Stärken von linearem, also klassischem TV-Programm und der TVthek" vereinen

Die Digitalpläne des ORF nehmen konkretere Formen an. In einem Interview mit "TV-Media" kündigte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz eine neue App mit dem Namen "My ORF" an, die lineares Fernsehen mit den Vorteilen digitaler Devices verbinden soll. Geplant ist das Vorhaben bis 2016. Noch im laufenden Jahr dürfte hingegen der bereits angekündigte Programm-Guide Realität werden.

"Wir wollen eine Internet-Applikation schaffen, die die Stärken von linearem, also klassischem TV-Programm und der TVthek quasi vereint und sie personalisierbar macht", so Wrabetz über "My ORF". "Die App soll das Beste der ORF-Programme für jeden Nutzer zusammenstellen können, dazu Programminformation bieten. Das Ganze verbunden mit Social Media- und Kommentar-Funktion."

Digitaloffensive

Die Digitaloffensive des ORF dürfte allerdings mehr umfassen als diese personalisierbare Anwendung. Neben dem Programm-Guide hat Wrabetz bereits im Vorjahr Vorhaben für eine Ö3 Visual-App, eine Kinder-App sowie eine eigene Applikation für die Online-Nachrichtenseite ORF News skizziert. Zusätzlich soll ORF Online einem Update unterzogen werden, wobei man den Bewegtbildanteil erhöhen will, wie Wrabetz "TV-Media" erläuterte. Zur Verwertung älterer Inhalte ist ein neuer, erweiterter Onlineshop angedacht, "über den wir Archivschätze des ORF kostenpflichtig vertreiben können".

Im klassischen TV will man hingegen, gemeinsam mit dem ZDF, einen Nachfolger für die Show "Wetten, dass..?" finden. "Die große Samstagabend-Show hat noch nicht ausgedient", ist sich der ORF-Generaldirektor sicher. Im Mai soll zudem bei einer Klausur ein "neuer strategischer Ansatz" für den ORF diskutiert werden: "Mit den Bereichen Information, Kultur, Sport und Unterhaltung, die wir künftig medienübergreifend bearbeiten wollen." Dabei dürfte auch die Zusammenführung der Wiener ORF-Standorte am Küniglberg eine Rolle spielen, die erst im März vom Stiftungsrat abgesegnet wurde. (APA, 16.4. 2014)

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