Square Enix: "Kopierschutz von Spielen ist unverzichtbar"

16. April 2014, 11:55
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Adam Sullivan: "Der primäre Vorteil für uns ist gleich wie bei jedem anderen Geschäft: der Profit"

Geht es nach dem japanischen Videospielhersteller Square Enix, ist der Kopierschutz von Games über digitale Rechtemanagementsysteme (DRM) auch in Zukunft unverzichtbar. "Solange wir uns über Dinge wie Datensicherheit, Account-Sharing und Hacking Gedanken machen müssen, benötigen wir eine Art DRM", sagt Adam Sullivan, Chef der amerikanischen Rechtsabetilung von Square gegenüber Torrentfreak. "Es kommt auf die Definition von DRM an, aber generell glaube ich, dass DRM unverzichtbar für die absehbare Zukunft sein wird. Der primäre Vorteil für uns ist der gleiche wie bei jedem anderen Geschäft: der Profit." 

Schwierig zu ersetzen

Dabei gesteht Sullivan ein, dass man sich bei der Effektivität von Kopierschutzmaßnahmen nur an den Verkaufszahlen orientieren könne. Einen andere Beweis habe man nicht. Andere Geschäftsmodelle wie Free2Play hätten sich indes nicht als Ersatz herausgestellt. "Als F2P zum Trend wurde, dachten viele Menschen, dass dies der Tod von DRM sei. Ich erinnere mich mit einem F2P-Entwickler gesprochen zu haben, der sich nicht vorstellen konnte, weshalb Hacker sein Spiel angreifen würden, wenn es doch kostenlos erhältlich sei. Zwei Monate später wurden sie Opfer mehrere Angriffe."

Mittelmaß

Die Kunst sei es, das richtige Mittelmaß aus Rechteschutz und Kundenfreundlichkeit zu finden. "Es ist nicht ungewöhnlich für Menschen, mehrere Computer zu haben. Manchmal verfügen sie auch nicht über eine zuverlässige Internetverbindung. Bislang gibt es keine perfekte Lösung", so Sullivan. (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 16.4.2014)

  • "Hitman" gehört neben "Tomb Raider" und "Thief" zu den bekanntesten westlichen Marken von Square Enix.
    foto: square enix

    "Hitman" gehört neben "Tomb Raider" und "Thief" zu den bekanntesten westlichen Marken von Square Enix.

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