Damaskus: Ein Kind bei Mörser-Angriffen auf Schulen getötet

15. April 2014, 12:43
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41 Verletzte - Staatsmedien machen "Terroristen" verantwortlich

Damaskus - Bei Mörser-Angriffen auf Schulen in Damaskus ist syrischen Staatsmedien zufolge am Dienstag ein Kind getötet worden. 41 weitere Menschen, darunter überwiegend Kinder, seinen verletzt worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Sanaa. Die Agentur machte "Terroristen" für den Mörser-Beschuss der Schulen in den Bezirken Bab Tuma und Al-Duwaila verantwortlich.

Als "Terroristen" bezeichnet die Regierung alle Rebellen, die gegen die Truppen von Staatschef Bashar al-Assad kämpfen.

Auch die den Aufständischen nahestehend Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von den Angriffen mit Mörsergranaten und nannte dieselbe Opferzahl wie die staatlichen Medien. Die Assad-Gegner haben immer wieder von Standorten am Rande der Hauptstadt Ziele in der Innenstadt angegriffen, dabei wurden viele Zivilisten getötet.

Neun Tote in Homs

Bei weiteren Angriffen mit Mörsern in der zentral gelegenen Stadt Homs wurden am Montagabend neun Menschen getötet, wie die Beobachtungsstelle und die Staatsmedien übereinstimmend berichteten. Unter den Opfern ist demnach auch ein Spieler der syrischen Fußballnationalmannschaft der Jugendlichen, Tarek Ghrair. Auch dafür machte Sanaa "Terroristen" verantwortlich.

In der östlichen Provinz Deir Essor wurden nach Angaben der Beobachtungsstelle 20 Mitglieder der Islamistischen Brigaden und der radikalen Al-Nusra-Front getötet, als sie sich mit der Jihadistengruppe Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIL) Gefechte um die Stadt Sawar lieferten. Der Gewalt unter den Rebellengruppen sind seit Beginn des Jahres Hunderte Menschen zum Opfer gefallen. (APA, 15.4.2014)

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