Keine systematischen Übergriffe auf Russen in der Ukraine

15. April 2014, 11:34
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UN-Menschenrechtsbehörde: Anderslautende Berichte seien aufgebauscht

Kiew/Moskau/New York - Die UN sehen keine Hinweise auf systematische Übergriffe auf die russischstämmige Bevölkerung im Osten der Ukraine. Anderslautende Berichte, mit denen pro-russische Separatisten eine Intervention Russlands in dem Konflikt erreicht wollten, seien aufgebauscht, erklärte die UN-Menschenrechtsbehörde am Dienstag in Genf.

"Auch wenn es ein paar Angriffe auf die ethnisch russische Gemeinschaft gab, waren sie weder systematisch noch weit verbreitet", heißt es in dem Bericht, der nach zwei Besuchen des Assistenten des UN-Generalsekretärs für Menschenrechtsfragen, Iwan Simonovic, in der Ukraine veröffentlicht wurde. Unterstützer der Angliederung der Krim an Russland hätten Fotos von den Protesten auf dem Maidan in Kiew und übertriebene Berichte über Belästigungen der russischsprachigen Bevölkerung durch ukrainische Nationalisten verwendet, um ein Klima der Angst und Unsicherheit zu erzeugen.

Die UN forderten zudem, dass in der Ukraine auch Minderheiten an der Entscheidungsfindung der Regierung beteiligt würden. Der ukrainische Übergangspräsident Alexander Turtschinow hatte sich am Montag offen für ein landesweites Referendum über die künftige Struktur der Ukraine gezeigt. Die pro-russischen Separatisten hatten eine Volksabstimmung über eine Abspaltung der Ost-Ukraine gefordert. (APA, 15.4.2014)

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