Niki fliegen Wiener Passagiere davon

15. April 2014, 07:57
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Die Air-Berlin-Tochter muss im abgelaufenen Jahr am Flughafen Wien bei den Fluggästen einen Rückgang von fast zehn Prozent hinnehmen

Wien/Schwechat - Der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki (flyniki) ist am Flughafen Wien 2013 fast ein Zehntel der Passagiere abhandengekommen. Nach 2,67 Millionen Fluggästen im Jahr 2012 waren es im Vorjahr nur noch 2,42 Millionen - das ist ein Minus von 9,5 Prozent. Die Zahlen gehen aus dem Geschäftsbericht des Flughafen Wien hervor.

Grund für das deutliche Passagierminus dürfte das Aus des Osteuropa-Drehkreuzes von Niki sein. Der nunmehrige Air-Berlin-Chef, der Österreicher Wolfgang Prock-Schauer, verlagerte Ende 2012 zahlreiche Osteuropa-Strecken von Niki nach Berlin. Niki selbst gibt seit 2012 keinen Passagierzahlen mehr bekannt. In Wien sank der Marktanteil 2013 laut Flughafen-Geschäftsbericht von 12 auf 11 Prozent.

Die Niki-Mutter Air Berlin kommt in Wien-Schwechat auf einen Passagieranteil von 6,1 Prozent, nach 6,3 Prozent im Jahr davor. In die Flugzeuge von Air Berlin stiegen 2013 rund 1,35 Millionen Passagiere, ein Rückgang um 2,9 Prozent. Platzhirsch blieb - trotz 1,6 Prozent weniger Passagieren - auch 2013 die AUA. Knapp die Hälfte aller Passagiere in Wien fliegt mit der heimischen Lufthansa-Tochter.

In die blaugelben Kranich-Flieger der Lufthansa stiegen am Wiener Airport sowie schon 2012 rund 1,22 Millionen Passagiere. Ein sattes Plus von 19,8 Prozent gab es hingegen für die Lufthansa-Billigtochter Germanwings. Der Lufthansa-Konzern hatte 2013 seine Flüge abseits der Drehkreuze Frankfurt und München gruppenintern zu Germanwings verschoben.

Am stärksten gewachsen ist in Wien-Schwechat im Vorjahr die teilstaatliche Turkish Airlines. Die Passagierzahlen stiegen von 367.082 auf 496.018 um mehr als ein Drittel. KLM steigerte sich um 10,1 Prozent, Swiss um 7,6 Prozent und British Airways um 6,9 Prozent. Mit dem Golfcarrier Emirates flogen 2013 exakt 348.841 - um 5,1 Prozent mehr - Passagiere zwischen Wien und Dubai. (APA, 15.4.2014)

  • Das Aus des Osteuropa-Drehkreuzes in Wien bekommt Niki ordentlich zu spüren.
    foto: ap/hans punz

    Das Aus des Osteuropa-Drehkreuzes in Wien bekommt Niki ordentlich zu spüren.

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    grafik: apa
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