UNO-Studie: Radfahren rettet Leben und schafft tausende Jobs

14. April 2014, 17:47
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In Europa könnte Zahl der Verkehrstoten und Opfer von negativen Umwelteinflüssen um 10.000 sinken

Ein Plus an Fahrrädern in Metropolen könnte die Zahl der Verkehrs- und Umwelttoten reduzieren und zugleich Arbeitsplätze schaffen. Allein in den wichtigsten Städten Europas gehe es um jährlich 10.000 Opfer weniger sowie um 76.600 zusätzliche Arbeitsplätze, so eine Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO und der UNO-Wirtschaftskommission für Europa UNECE, die am 14. April in Paris vorgelegt wurde.

Die Studie basiert auf Ergebnissen aus Kopenhagen. In der dänischen Hauptstadt werden der Radverkehr und die entsprechende Infrastruktur seit Jahrzehnten gefördert. Kopenhagen gilt als eine der weltweit führenden Städte für Fahrradfahrer. Gut ein Viertel der Fahrten werden dort laut Studie per Fahrrad erledigt.

1500 neue Jobs in Wien

Für Wien mit aktuell sechs Prozent Fahrradanteil sieht die Studie ein Potenzial von mehr als 1.500 neuen Jobs und gut 100 weniger Verkehrs- oder Umwelttoten pro Jahr.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es je nach Land bis zu vier Prozent des Bruttoinlandsproduktes an Wachstumpotenzial gibt. Die WHO-Regionaldirektorin Zsuzsanna Jakab appellierte an die Teilnehmer einer Verkehrstagung in Paris, Regierungen zu ökonomischen und gesundheitsverträglichen Verkehrssystemen zu drängen. "Die Vorteile aus diesen Investitionen sind enorm und beinhalten neue Jobs, gesündere Menschen, weniger Verkehrsunfälle, weniger Lärm und bessere Luftqualität." (APA/dpa, 14.4.2014)

  • Das Fahrrad als Job-Motor: In Europas Metropolen könnten tausende Arbeitsplätze geschaffen werden. Das ist das Ergebnis einer Studie, die zwei UN-Organisationen gemeinsam vorlegen.
    foto: apa/helmut fohringer

    Das Fahrrad als Job-Motor: In Europas Metropolen könnten tausende Arbeitsplätze geschaffen werden. Das ist das Ergebnis einer Studie, die zwei UN-Organisationen gemeinsam vorlegen.

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