Tiroler Landesmuseen bekommen neues Sammlungs- und Forschungszentrum

14. April 2014, 14:08
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Zentrales, 24 Mio. Euro teures Depot in Hall soll elf Einzeldepots ablösen

Innsbruck/Hall in Tirol - Die Tiroler Landesregierung hat den Bau eines neuen, 24 Millionen Euro teuren Sammlungs- und Forschungszentrums für die von den Tiroler Landesmuseen verwalteten Kunstgegenstände beschlossen. Dies teilte die Landesregierung am Montag nach ihrer Sitzung in einer Aussendung mit.

In dem Neubau in Hall in Tirol sollen die auf bisher elf verschiedene Depots verstreuten Sammlungen an einem Ort zusammengeführt und sachgerecht gelagert werden. Das Zentrum soll auf einem landeseigenen Grundstück in der Haller Kaiser-Max-Straße entstehen. Die Investition werde aus Mitteln des Landeshochbaus, der Landesgedächtnisstiftung und aus Verkaufserlösen bisheriger Depotstandorte bestritten. Der dreigeschossige Bau mit einer Nutzfläche von 14.500 Quadratmetern soll im Jahr 2018 fertig sein. "Mit dem Sammlungs- und Forschungszentrum hat der Kunstschatz Tirols in Zukunft eine neue Heimat mit optimalen konservatorischen und sicherheitstechnischen Bedingungen", meinte Landeshauptmann Günther Platter.

"Der heutige Regierungsbeschluss ist das Fundament für einen neuen Meilenstein in der künftigen Entwicklung der Tiroler Museenlandschaft", zeigte sich Wolfgang Meighörner, Direktor der Tiroler Landesmuseen, erfreut. Das neue Zentrum soll nicht nur ein Depot sein, sondern unter seinem Dach auch Arbeitsräume, Forschungslabors und Werkstätten für die Restaurierung vereinen. "Dadurch müssen die wertvollen Kulturgüter nicht mehr über weite Distanzen transportiert werden oder die Fachleute zwischen den Standorten pendeln", meinte Kulturlandesrätin Beate Palfrader.

Mehr Austellungsflächen

Mit dem neuen Sammlungs- und Forschungszentrum werden außerdem Räumlichkeiten in den Museen frei, die zukünftig für zusätzliche Ausstellungen genutzt werden sollen. "Wir haben viel vor. Wir werden zwei zusätzliche Kunstsammlungen ins Ferdinandeum integrieren, wollen mehr Raum für Wechselausstellungen schaffen und auch mehr Juwelen aus unseren Sammlungen dem Publikum zeigen", erklärte Meighörner. (APA, 14.04.2014)

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