Desertec verliert weiteren Unterstützer

13. April 2014, 17:29
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Mit dem deutschen Baukonzern Bilfinger kehrt ein weiterer Unterstützer dem Wüstenstrom-Projekt den Rücken

Mannheim - Die 2009 gestartete Wüstenstrom-Initiative Desertec (Dii) soll die Idee umsetzen, in Nordafrika und im Nahen Osten Wind- und Sonnenstrom zu produzieren, der dann teilweise auch nach Europa exportiert wird. Vor wenigen Tagen hat allerdings einer der Gründungskonzerne, die deutsche E.ON einen Rückzug aus dem Projekt angekündigt. Davor sind bereits namhafte Firmen wie Siemens und Bosch ausgestiegen.

Jetzt kehrt mit dem deutschen Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger ein weiterer Unterstützer dem Projekt den Rücken. Bilfinger werde den Ende 2014 auslaufenden Vertrag nicht verlängern, sagte ein Sprecher des Mannheimer MDax-Konzerns am Sonntag und bestätigte damit einen Vorausbericht des "Handelsblatt".

Desertec hält allerdings unbeirrt an seiner Vision fest, im großen Stil Ökostrom aus Sonnen- und Windkraft zu erzeugen: "Die Mehrzahl unserer verbleibenden 18 Gesellschafter hat uns jetzt schon gesagt, dass sie bleiben werden", sagte DII-Chef Paul van Son dem "Handelsblatt". Dazu zählt auch RWE. "Wir bleiben dabei. Wir glauben immer noch an die Zukunft des Projektes", hatte ein Sprecher am Freitag gesagt. (Reuters/red, derStandard.at, 13.4.2014)

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