Rechte Jugendhoffnung für Europa

13. April 2014, 17:16
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RFJ gründet mit Franzosen, Italienern, Belgiern "Yeah"

Wien - Udo Landbauer gilt FPÖ-intern als Zukunftshoffnung: Mit 28 ist der Chef des Rings Freiheitlicher Jugend (RFJ) bereits Ex-Stadtrat von Wiener Neustadt und seit Herbst Landtagsmandatar in Niederösterreich. Vor wenigen Tagen präsentierte er mit Jugendvertretern dreier anderer rechter Parteien die Young European Alliance for Hope - kurz Yeah.

Mit Frankreichs Front National Jeunesse, Belgiens Vlaams Belang Jongeren und Schwedens Sverigedemokratisk Ungdom präsentierte man in Wien die Allianz. Auf die Frage des RFJ-Obmanns, dessen stramm rechte Landesorganisationen teils Heimseite statt Homepage sagen, ob man die Abkürzung Yeah englisch ausspricht, sagt er, man habe "vor allem wegen des Franzosen" in der Allianz keinen anderen gemeinsamen Nenner als Englisch gefunden.

Auch mit den Jungen der italienischen Lega Nord gebe es Gespräche, aber die vier Gründungsorganisationen seien "ganz bewusst" so gewählt, verbinden sie doch "besonders enge persönliche Kontakte".

RFJ-Landesgruppen fielen wiederholt durch rechtsextreme Umtriebe auf. Ist der RFJ jetzt frei von Neonazis? Landbauer: "Wenn so was auftaucht, wird immer sofort gehandelt, aber wir werden natürlich für Leute aus solchen Lagern interessant, weil wir immer in ein Eck gedrängt werden, wo wir nicht hingehören." Nachsatz: "Von den Medien nämlich."

"Mit viel Herzblut dabei"

Den Rückzug von Ex-EU-Kandidat Andreas Mölzer hält Landbauer für einen "mutigen Schritt. Er war mit viel Herzblut dabei. Wir werden es aber auch problemlos ohne ihn schaffen."

Mölzers Aussage "Negerkonglomerat" und den NS-Vergleich fand Landbauer "nicht geglückt". Er sei "kein Historiker, aber wenn ich einer wäre, hätte ich das auch nicht gesagt". Und Neger? "Sage ich nicht", so der RFJ-Chef, "vielleicht, weil ich einfach nicht mit diesem Wort aufgewachsen bin. Aber ich verurteile keinen, der es gebraucht." (Colette M. Schmidt, DER STANDARD, 14.4.2014)

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