Libyscher Übergangspremier gibt auf

14. April 2014, 10:35
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Abdullah al-Thinni verkündet nach Anschlag auf seine Familie Rücktritt - Verfassungsgebende Versammlung verschob erste Sitzung

Tripolis - Der libysche Übergangsregierungschef Abdullah al-Thinni hat am Sonntag seinen Rücktritt angekündigt. Als Grund dafür nannte Thinni einen am Samstag auf ihn und seine Familie verübten Anschlag. Die Regierungsgeschäfte werde er bis zur Ernennung seines Nachfolgers weiterführen, hieß es in der Erklärung.

In dem an den Nationalkongress gerichteten Brief erklärte Thinni, dass er und seine Familie Opfer einer "heimtückischen Attacke" geworden seien und er diese Gewalt nicht akzeptieren könne. "Ich will nicht, dass wegen dieses Postens ein Tropfen libyschen Blutes vergossen wird", so Thinni.

Das Parlament hatte dem früheren Verteidigungsminister erst diese Woche den Auftrag erteilt, sein Kabinett umzubilden. Noch vor dem Sommer sollen in Libyen Neuwahlen stattfinden. Thinni folgte auf den Übergangsregierungschef Ali Zeidan, der im vergangenen Monat vom Parlament per Misstrauensvotum gestürzt worden war. 

Sitzung verschoben

Libyens Verfassungsgebende Versammlung hat indessen ihre ursprünglich für diesen Montag geplante erste Sitzung um eine Woche verschoben. Das teilte der Vorsitzende des Gremiums, Abdullah al-Seifat mit. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Lana meldete, wurde die Verschiebung damit begründet, dass der Flughafen der östlichen Stadt Al-Beidha derzeit geschlossen sei. (APA, 13.4.2013)

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