24-Jähriger am Semmering vor Sprung in die Tiefe gerettet

25. August 2003, 10:48
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Lebensmüder nach zweistündigem Gespräch von Gendarmeriebeamten überwältigt

Neunkirchen - Vor dem tödlichen Sprung in die Tiefe gerettet wurde ein offenbar verzweifelter junger Mann am Semmering. Nach Angaben der NÖ Sicherheitsdirektion hielt der 24-Jährige am Donnerstag Abend seinen Pkw auf dem Pannenstreifen der Semmering-Schnellstraße (S6) beim Talübergang Schottwien (Bezirk Neunkirchen) an.

Danach kletterte er auf das Dach des Fahrzeuges und wollte sich hinunterstürzen. Ein gleichaltriger nachfolgender Autofahrer aus Semmering hielt an, und es gelang ihm, mit dem Lebensmüden Kontakt aufzunehmen.

Zwei Stunden Zureden

Kurz danach trafen zwei Streifenwagen der Gendarmerie ein. Gemeinsam mit dem Zeugen verwickelten die Beamten den Selbstmordgefährdeten vorsichtig in ein Gespräch. Der 24-Jährige kündigte mehrmals an, sofort zu springen, wenn ihm jemand zu nahe kommen sollte.

Nach gut zwei Stunden dauerndem Zureden nahm der Lebensmüde die Möglichkeit an, mit seiner Schwägerin zu telefonieren. Während dieses laut Aussendung sehr emotionalen Gespräches gelang es einem Beamten, sich dem Fahrzeug zu nähern, den Mann zu erfassen und zu überwältigen.

Der 24-Jährige wurde, von seinem Retter begleitet, vom Rettungsdienst ins Krankenhaus Neunkirchen transportiert. Die Beamten informierten auch die Schwägerin über den Ausgang der Affäre. (APA)

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