Militante Abtreibungs-GegnerInnen stoppen

29. August 2003, 20:57
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Sozialistische Jugend protestiert in St. Pölten gegen "City Life Tour" von Pro Life

Der Landesvorsitzende und die Frauensprecherin der Sozialistischen Jugend NÖ, Bernhard Wieland und Leila Hadj Abdou, kündigten Proteste gegen die von "Jugend für das Leben" veranstaltete "City Life Tour" an. Die Jugendorganisation der militanten AbtreibungsgegnerInnen­-Organisation Pro Life versucht damit wiederholt gegen die Fristenlösung mobil zu machen.

"Diese dubiose Vereinigung verurteilt alle Frauen, die sich ihrer Gebärfähigkeit nicht unterwerfen wollen. Die militanten 'LebensschützerInnen' belagern unter anderem beide Wiener Abtreibungskliniken, belästigen vorbeigehende Frauen, verteilen Plastikembryos und beschimpfen Patientinnen der Kliniken als Mörderinnen", heißt es im Aufruf der SJ-Niederösterreich.

Und weiter: "Der fanatische Wahn so mancher AbtreibungsgegnerInnen kennt keine Grenzen. Auch in Österreich sind Fälle bekannt, wonach mittels Morddrohungen an ÄrztInnen und MitarbeiterInnen der Kliniken, dem Abhören von Telefonen und/oder dem Belügen von hilfesuchenden Frauen gegen die Abtreibung gearbeitet wird.

Wer Abtreibungen verbietet, löst das Problem jedoch nicht, sondern verschlimmert es drastisch. Ungewollt schwangere Frauen werden dadurch in die Illegalität getrieben. Das Risiko an den Folgen unprofessioneller Abtreibungen zu leiden oder zu sterben würde sich extrem erhöhen. Abtreibung ist weder Notlösung noch Tötung. Abtreibung ist ein Frauenrecht, dass sich aus der Freiheit ableitet selbst über den eigenen Körper, Zeitpunkt und Zahl der Kinder zu bestimmen. Deshalb muss die falsche und frauenverachtende Propaganda der militanten AbtreibungsgegnerInnen gestoppt werden", so Wieland und Hadj Abdou abschließend. (red)

Protestaktion
29. August 2003
10.00 bis 18.00 Uhr
Riemerplatz
St. Pölten
SJ-NÖ
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