Sörensen: Gewerkschaft schätzt Lage in der Flugbranche falsch ein

24. August 2003, 18:35
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AUA-Vorstandschef kann Streik angesichts der aktuellen Probleme in der Flugbranche nicht nach vollziehen - Drohung mit Konsequenzen in Abrede gestellt

Wien - Nach Meinung von AUA-Vorstandschef Vagn Sörensen schätzen die Gewerkschaften die Lage in der Flugbranche falsch ein. Eine entsprechende Aussage machte Sörensen in der Nacht auf Freitag in der ORF-ZIB 3 im Zusammenhang mit dem geplanten Piloten-Streik. "Die Ausgangslage war mit unseren hohen Schulden nicht wirklich profitabel", umriss Sörensen die Lage der Fluglinie, "und die local carriers kommen auf uns. Wer sich nicht an dieses Umfeld anpasst, wird ein großes Problem haben." Der AUA-Bordbetriebsrat hat für heute, Freitag, Nachmittag einen mehrstündigen Streik auf Linienflügen angekündigt.

Sörensen stellte im ZIB 3-Gespräch in Abrede, dass streikenden Arbeitnehmern mit Konsequenzen gedroht werde. "Wir drohen nicht, wir informieren nur. Man hat eine Pflicht seinen Dienst anzutreten. Wir informieren nur über mögliche Konsequenzen. Zu den Gewerkschaften muss sich sagen: Man muss auch da Verantwortung übernehmen." Bei einem Streik werde es eine Schadenersatzklage gegen die Gewerkschaft HTV (Handel, Transport, Verkehr) geben, bestätigte der AUA-Vorstandschef. (APA)

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    Sörensen: "Wer sich nicht an sein Umfeld anpasst, wird ein großes Problem haben."

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