Deutscher Boykott der Buchmesse auf Kuba

29. August 2003, 10:56
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Wegen Verschlechterung der Menschenrechtslage

Berlin - Deutschland wird sich nicht offiziell an der Internationalen Buchmesse im Januar 2004 in der kubanischen Hauptstadt Havanna beteiligen, obwohl es als so genanntes Schwerpunkt-Land vorgesehen war.

Einen entsprechenden Bericht der "Frankfurter Rundschau" vom Freitag bestätigte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts. Grund für die Absage sei die Verschlechterung der Menschenrechtslage in Kuba, insbesondere die Verurteilung von 75 Mitgliedern der Opposition, sowie der Wiederverhängung der Todesstrafe.

Verlagen und Privatpersonen sei die Reise nach Kuba auch unbenommen, betonte die Sprecherin. Sie dürften nur nicht mit der Unterstützung des Auswärtigen Amtes rechnen.

Die Entscheidung der Bundesregierung sei in der vergangenen Woche gefallen. Grundlage dafür sei ein Beschluss der EU, sich bei kulturellen Veranstaltungen in Kuba zurückhaltend zu zeigen. (APA/dpa)

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