Fischer-Deponie in NÖ: Räumung förderte weitere Verdachtsflächen zu Tage

26. August 2003, 13:33
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"Angerler Grube" als Altlast eingestuft - Rasche Sanierung angestrebt - Keine Gefahr für Grundwasser

In der nahen Umgebung der Fischer-Deponie in Theresienfeld (Bezirk Wiener Neustadt) sind weitere Verdachtsflächen entdeckt worden. Die etwa 200 bis 300 Meter vom Areal entfernte "Angerler Grube" wurde bereits im Juni als Altlast eingestuft. Eine Sanierung werde so rasch wie möglich angestrebt, um die Logistik und Infrastruktur der seit einem Jahr im Gang befindlichen Räumung der Fischer-Deponie zu nutzen. Das gab Christian Holzer, für Altlasten zuständiger Beamter im Landwirtschaftsministerium, heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz in Theresienfeld bekannt.

Die Menge der Abfälle in der Angerler Grube wird auf rund 120.000 Kubikmeter geschätzt. Darunter dürften sich auch "Giftfässer" a la Fischer-Deponie befinden. Laut Holzer wurden - auf der damals genehmigten - Deponie vorwiegend mineralische Abfälle (u.a. Aushub für die Arbeiten an der Südautobahn und SCS) gelagert. Zur Zeit werde die Frage nach etwaigen zur Räumung Verpflichteten untersucht.

Keine Gefahr für das Grundwasser<>

Östlich der Fischer-Deponie liegen die so genannten Betonfelder, wo sich im Zweiten Weltkrieg Baracken für Zwangsarbeiter befanden. Laut Holzer besteht der Verdacht, dass nach den Luftangriffen auf Wiener Neustadt in die zahlreichen Bombenkrater der Inhalt von Fässern gekippt wurde.

Beide Verdachtsflächen erreichen "bei weitem nicht" die Dimension der Fischer-Deponie, betonte Holzer. Die Sperrbrunnen seien auch für diese Bereiche wirksam, es bestehe keine Gefahr für das Grundwasser. Der Raum rund um die Deponie war im Zuge der Räumungsarbeiten untersucht worden. (APA)

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