Hutchison Whampoa Hutchison erwartet 2,5 Mio UMTS-Kunden zum Jahresende

22. August 2003, 14:30
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Hongkonger Mischkonzern trotz massiver Anlaufverluste zuversichtlich - Gute Halbjahreszahlen

Der Hongkonger Mischkonzern Hutchison Whampoa erwartet bis zum Jahresende rund 2,5 Millionen Nutzer der neuen Mobilfunktechnik UMTS. Trotz massiver Anlaufverluste für die UMTS-Aktivitäten in Europa, Asien und Australien verbesserte das Unternehmen durch den Verkauf von Unternehmensbeteiligungen beispielsweise an der Deutschen Telekom seinen Nettogewinn.

"Natürlich sind wir zuversichtlich"

Der vom Hongkonger Geschäftsmann Li Ka-shing kontrollierte Konzern teilte am Donnerstag anlässlich der Bekanntgabe seiner Halbjahreszahlen in Hongkong mit, zu der bestehenden Kundenbasis von 520.000 Nutzern kämen monatlich mindestens jeweils eine halbe Million Nutzer hinzu. "Natürlich sind wir zuversichtlich (über das UMTS-Geschäft)", sagte der geschäftsführende Direktor Canning Fok. "Ansonsten hätten wir nicht drei Millionen UMTS-Handys für dieses Jahr bei den Herstellern geordert." Für die beiden europäischen Kernmärkte Großbritannien und Italien bekräftigte Hutchison sein Ziel, zum Jahresende jeweils eine Million Kunden zu gewinnen.

Mischkonzern

Hutchison Whampoa hat in zahlreichen Geschäftsfeldern von Containern-Häfen bis hin zu Telekommunikation investiert. In Europa hat das Unternehmen milliardenschwere Investitionen in die neue Mobilfunktechnik UMTS getätigt und bietet seit März UMTS-Dienste in Großbritannien, Österreich, Schweden, Italien und Australien an. In Hongkong und Dänemark will Hutchsion vom dritten beziehungsweise vierten Quartal an seine UMTS-Mobilfunktechnik vermarkten. Die UMTS-Anlaufverluste im ersten Halbjahr bezifferte Hutchison mit 3,895 Milliarden Hongkong-Dollar (rund 455 Millionen Euro) vor Steuern und Zinsausgaben.

Häfen, Immobilien und Beteiligungen

Dank der profitablen Geschäftsbereiche Häfen, Immobilien und Beteiligungen stieg der Konzerngewinn im ersten Halbjahr auf 6,07 Milliarden Hongkong-Dollar (rund 707 Millionen Euro) von 5,95 Milliarden Hongkong-Dollar im Vorjahreszeitraum. Darin sind Sondereffekte in Höhe von 1,92 Milliarden Hongkong-Dollar unter anderem durch den Verkauf von Unternehmensbeteiligungen an der Deutschen Telekom und Vodafone sowie eine Milliardenabschreibung auf den bankrotten Telekom-Dienstleister Global Crossing enthalten. Der Konzernumsatz stieg den Angaben zufolge in der ersten Jahreshälfte auf 65,88 Milliarden Hongkong-Dollar nach 46,59 Milliarden vor Jahresfrist.

Weniger

Hutchison hatte als Miteigentümer der US-Mobilfunkfirma VoiceStream und als Mannesmann-Aktionär seine Aktien gegen Papiere der Telekom und von Vodafone getauscht. In der Folge waren die Aktien am Markt platziert worden. Ende 2002 hatte der Hongkonger Konzern noch rund 110 Millionen Telekom-Papiere und rund 1,4 Milliarden Vodafone-Aktien in seinem Bestand. Die jüngsten Verkäufe betrafen den Angaben zufolge 56 Millionen Telekom-Aktien und 579 Millionen Vodafone-Aktien. Damit seien die ursprünglichen Beteiligungen inzwischen um rund 75 Prozent reduziert worden, teilte Hutchison mit. (Reuters)

  • Li Ka-shing - Chef von Hutchison Whampoa

    Li Ka-shing - Chef von Hutchison Whampoa

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