Hintergrund: Rauch-Kallat strebt Status Quo an

22. August 2003, 14:46
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Öffentliche Ausgaben zuletzt 5,4 Prozent - Gesundheitsministerin will Gesundheitsausgaben bei 5,5 Prozent stabilisieren

Wien - Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V) will die Gesundheitsausgaben der nächsten Jahre an die Wirtschaftsentwicklung binden. Ihr Ziel sei es, "den derzeitigen Anteil der öffentlichen Gesundheitsausgaben auf rund 5,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis zum Jahr 2010 zu stabilisieren". Die Gesundheitsquote ist in den vergangenen Jahren ziemlich stabil geblieben und bei den öffentlichen Ausgaben zwischen 5,3 und 5,4 Prozent gelegen, geht aus den jüngsten Daten der Statistik Austria hervor.

Die Ärztekammer hatte sich strikt gegen die Vorschläge von Rauch-Kallat gewandt. Deren Präsident Reiner Brettenthaler sprach sich gegen eine Festschreibung des Anteils der öffentlichen Gesundheitsausgaben auf 5,5 Prozent des BIP aus, weil damit der Fortschritt der Medizin sowie die Erfordernisse aus der zunehmenden Lebenserwartung künftig nicht mehr von der öffentlichen Hand finanziert seien.

Alle Gesundheitsausgaben (also inklusive der privaten Aufwendungen) betrugen im Vorjahr 17,1 Milliarden Euro, was einen Anteil von 7,9 Prozent am Bruttoinlandsprodukt bedeutet. In diesem Bereich gab es doch eine klare Steigerung von 7,6 Prozent im Jahr 1997 auf die nunmehr 7,9 Prozent.

Nachfolgend eine Entwicklung der Gesundheitsausgaben von 1997 bis 2002:

Jahr      G E S U N D H E I T S A U S G A B E N
              Gesamt              öffentlich
          absolut/Prozent       absolut/Prozent
          Mrd.Euro              Mrd.Euro

1997 13,839 / 7,6 9,690 / 5,3 1998 14,644 / 7,7 10.210 / 5,4 1999 15,425 / 7,8 10,683 / 5,4 2000 16,017 / 7,7 11,110 / 5,4 2001 16,391 / 7,7 11,136 / 5,3 2002 17,088 / 7,9 11,707 / 5,4

(APA)

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