Vier gegen eine magere Bilanz

25. August 2003, 20:59
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Barbara Schett gegen Trainigskollegin Hasurova - Melzer vs. Brian Baker - Stefan Koubek sieht sich als Halbfinal-Kandidat - Eschauer Außenseiter

New York - Mit vier Akteuren ist Österreich bei den am Montag beginnenden Tennis-US-Open in New York vertreten: Erstmals seit vielen Jahren spielt mit Barbara Schett überhaupt nur eine rot-weiß-rote Vertreterin im Hauptbewerb eines Grand-Slam-Turniers, bei den Herren sind Stefan Koubek, Jürgen Melzer und Werner Eschauer die Hoffnungsträger. Nach einem auch bei den bisherigen Majors in Australien, Frankreich und England durchwachsenen Jahr, bietet Flushing Meadows die letzte Möglichkeit für eine Korrektur.

Magere Bilanz

Eine dritte Runde von der Langzeit-Rekonvaleszenten Barbara Schwartz (Australian Open) bzw. Runde drei bei den French Open durch Barbara Schett, in der diese eine peinliche 0:6,0:6-Niederlage gegen Serena Williams erlitt, sind die magere bisherige Grand-Slam-Ausbeute 2003 der ÖTV-Spieler. Schett scheiterte in Melbourne in der ersten und in Wimbledon in der zweiten Runde, ihr Pendant bei den Herren, Stefan Koubek, hat nach einem Auftakt-Aus in Melbourne in Paris und London jeweils nur eine Hürde gemeistert. Schließlich hat auch Melzer bei den drei bisherigen Majors nur einen Sieg landen können. Für Werner Eschauer ist es heuer der erste Auftritt im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers.

Schett gegen Zimmerkollegin

Zumindest Fortuna meinte es aber bei der Auslosung am vergangenen Mittwoch gut mit dem Quartett: Die zuletzt auf Platz 69 zurück gefallene Schett trifft auf Janette Husarova, die neun Plätze hinter ihr liegt. Angenehm ist der Tirolerin dieses Los sicher trotzdem nicht, denn sie bildet mit der Slowakin schon das ganze Jahr eine Trainingsgemeinschaft und teilt mit ihr auch Coach Raul Ranzinger. Und in New York teilt sie sogar das Zimmer mit Husarova.

Duell mit Coetzer möglich

Vielleicht entsinnt sich Schett in Flushing Meadows an ihren wohl größten Erfolg, als sie hier vor vier Jahren ihr bisher einziges Major-Viertelfinale erreicht hatte. Heuer lief es aber sehr schlecht für die Innsbruckerin. "Es ist traurig genug, dass ich mit diesen Leistungen immer noch die Nummer eins in Österreich bin", meinte Schett vor Kurzem. Doch hinter ihr ist in der Weltrangliste "gähnende Leere", erst auf Platz 150 findet sich die an ihrem Comeback arbeitende Schwartz, Wartusch (159.) ist ebenso wie Fauth (174.) schon in der Qualifikation gescheitert. Ans Aufhören, so versichert ihr Manager Marc Habermann, denkt Schett aber nicht. "Dazu ist sie viel zu motiviert." Gewinnt die Tirolerin ihr Auftaktmatch, winkt ein Duell mit Amanda Coetzer (RSA-14), der sie heuer in Melbourne in der ersten Runde unterlegen war.

Ein schlechter Boden für Koubek

Auch für Stefan Koubek wäre es an der Zeit, im "Big Apple" einmal Zähne zu zeigen. Der 26-jährige Kärntner hat bei bisher vier Auftritten nur einen Sieg gefeiert und das weiß er auch: "Die US Open sind von der Bilanz her mein schlechtestes Grand Slam-Turnier. Aber irgendwann einmal muss es ja klappen." Koubek trifft zum Auftakt auf Qualifikanten Galimberti, im Fall eines Sieges entweder auf Fernando Gonzalez (CHI-15) oder auf Michael Chang. Der US-Amerikaner gibt in New York seinen endgültigen Abschied und wird der sentimentale Favorit des Publikums sein.

"Kandidat fürs Halbfinale"

Koubek hat sich im Training nach seiner Niederlage in der ersten Runde der Qualifikation auf Long Island wieder Selbstvertrauen geholt. "Wenn ich fit bin, das weiß ich, bin ich ein gefährlicher Außenseiter. Wenn ich einen Lauf aufreiß', bin ich auch ein Kandidat fürs Viertel- oder Halbfinale." Immerhin ist der New York-Liebhaber ("Dort pulsiert das Leben") derzeit schmerzfrei.

Melzer gegen Wild Card-Spieler

Jürgen Melzer trifft auf den erst 18-jährigen Brian Baker (USA), der nur dank einer Wild Card im Bewerb ist, und ist Favorit. Schwer wird es der zweite Niederösterreicher im Hauptbewerb, Werner Eschauer, haben. Er ist gegen den als Nummer 19 gesetzten Agustin Calleri (ARG) klarer Außenseiter.(APA)

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US Open

  • Barbara Schett könnte in Runde zwei auf Amanda Coetzer treffen.

    Barbara Schett könnte in Runde zwei auf Amanda Coetzer treffen.

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