Sars steht vor Comeback

25. August 2003, 11:44
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Gesundheitsbehörden in Kanada sind extrem beunruhigt

London - Kanadische Gesundheitsbehörden befürchten ein tödliches Comeback des "Schweren Akuten Respiratorischen Syndroms" (Sars): Im Kinsmen-Pflegeheim in Surrey, nahe Vancouver in British Columbia gelegen, sind seit rund zwei Wochen mehr als 150 Menschen an einem atypischen Lungenleiden erkrankt, sechs bereits an den Folgen gestorben. Laut britischem Fachblatt New Scientist besteht der Verdacht, dass sich der Erreger in einem weiteren Pflegeheim ausbreitet.

Erste Genanalysen des im Blut der Erkrankten gefundenen Virus zeigen, dass es sich dabei um eine Mutation des Sars-Erregers handeln dürfte. In sieben von acht Samples des untersuchten Virus waren die Erbgutabschnitte (je rund 800 Basenpaare) ident mit jenen des Sars-Virus. In der achten Probe stimmten die Gensequenzen in lediglich einem einzigen Basenpaar nicht überein.

Die Forscher befürchten, dass ein neuer Sars-Ausbruch bevorsteht, das Virus jedoch durch eine kleine Mutation nicht mehr so aggressiv (aber immer noch tödlich) sei wie der ursprüngliche Erreger, der bis vergangenen Juli - Kanada wurde erst am 2. Juli von der Sars-Gefahrenliste der WHO gestrichen - weltweit zu mehr als 15.000 Erkrankungs- und 800 Todesfällen führte.

Derzeitige Symptome sind mit Ausnahme von extremem Fieber dieselben. (fei, DER STANDARD, Print, 22.08.2003)

Mehr als 150 Menschen sind an einem Lungenleiden erkrankt, sechs bereits gestorben. Und alles deutet darauf hin, dass Sars die Ursache ist.
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