Mobilfunk-Verbot in Kaschmir im Zuge der Entspannung aufgehoben

20. August 2003, 22:19
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Kilometerlange Schlangen von Antragstellern

Die indische Regierung hat am Mittwoch das Verbot für Mobilfunk-Anbieter in der Krisenregion Kaschmir aufgehoben. Ministerpräsident Atal Behari Vajpayee wertete den offiziellen Beginn des Mobilfunk-Angebots laut der Nachrichtenagentur UNI als großen Schritt auf dem Weg zur Normalisierung der Verhältnisse in Kaschmir. Der Service wurde mit einem symbolischen Mobilfunk-Telefonat zwischen dem Regierungschef des indischen Unionastaates Jammu und Kaschmir, Mufti Mohammed Sayeed, und Vajpayee gestartet.

Kilometerlange Schlangen

Vajpayee hatte erst am vergangenen Freitag, dem indischen Unabhängigkeitstag, ein Ende des Verbots in der von Indien und Pakistan beanspruchten Region angekündigt. In den vergangenen Tagen hatten sich daraufhin an den Antragsstellen für Mobilfunk-Verträge kilometerlange Schlangen gebildet. Zunächst sollen nur 52.000 Anschlüsse vergeben werden, die Anfang September funktionieren sollen. In einem zehn Kilometer breiten Streifen zu den Grenzen zu Pakistan und China soll aus Sicherheitsgründen weiterhin nicht mobil telefoniert werden können.(APA/dpa)

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