Ärztekammer strikt gegen Rauch-Kallat-Vorschläge

21. August 2003, 13:35
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Brettenthaler distanziert sich von "offensichtlicher Patientenfeindlichkeit"

Wien - Ärztekammerpräsident Reiner Brettenthaler hat sich strikt gegen die Vorschläge von Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V) zur Gesundheitsreform gewandt. Brettenthaler kritisierte eine "offensichtliche Patientenfeindlichkeit" in den Plänen von Rauch-Kallat. Die Festschreibung des Anteils der öffentlichen Gesundheitsausgaben auf 5,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bedeute, dass der Fortschritt der Medizin sowie die Erfordernisse aus der zunehmenden Lebenserwartung in Zukunft nicht mehr von der öffentlichen Hand finanziert seien.

Eingriffe des Staates in die vorrangig dem Patienten verantwortliche Tätigkeit des Arztes etwa durch ein angekündigtes Qualitätssicherungsgesetz lehnt der Kammer-Präsident kategorisch ab.(APA)

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