amnesty: Nahost-Konflikt forderte 2.900 Menschen in drei Jahren

21. August 2003, 19:10
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Seit Ankündigung des Waffenstillstands im Juni habe Gewalt auf beiden Seiten merklich abgenommen

London - In den vergangenen drei Jahren sind bei Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern fast 2.900 Menschen getötet worden. Wie Amnesty International (AI) am heutigen Mittwoch in London vor dem Hintergrund des jüngsten Selbstmordanschlags in Jerusalem mitteilte, kamen seit Beginn der palästinensischen Intifada im September 2000 mehr als 770 Israelis ums Leben, darunter 90 Kinder. Im selben Zeitraum hätten israelische Soldaten und Sicherheitskräfte 2.100 Palästinenser getötet, darunter 380 Kinder.

Seit Ankündigung des Waffenstillstands durch bewaffnete palästinensische Gruppen im Juni diesen Jahres habe die Gewalt auf beiden Seiten merklich abgenommen, hieß es seitens der internationalen Menschenrechtsorganisation weiter. Bis zu dem Anschlag auf den Bus am Dienstag in Jerusalem seien seit Anfang Juli sechs Israelis und etwa 15 Palästinenser getötet worden.

AI verurteilte das Selbstmordattentat auf das Schärfste. "Die bewaffneten palästinensischen Gruppen müssen sofort mit diesen Verbrechen aufhören und mit ihrer Politik, absichtlich die Zivilbevölkerung ins Visier zu nehmen", hieß es in der Stellungnahme. Es handle sich hierbei um Verbrechen gegen die Menschlichkeit. (APA/dpa)

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