GM soll Defekt-Behebung verworfen haben

12. April 2014, 09:58
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Reparatur oder Austausch der Zündschlösser sollen aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht durchgeführt worden sein

Washington/Detroit - Ingenieure des größten US-Autobauers sollen in den vergangenen Jahren mehrmals Möglichkeiten für die Beseitigung eines Zündschlossdefekts verworfen haben, der als Ursache einer tödlichen Pannenserie gilt, wie aus Dokumenten hervorgeht, die am Freitag von einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss veröffentlicht wurden. Den GM-Mitarbeitern seien die ernsten Probleme sehr wohl bewusst gewesen.

Dennoch hätten sie sich gegen eine Reparatur oder einen Austausch der Zündschlösser entschieden. Dies sei mit dem Verweis auf betriebswirtschaftliche Argumente geschehen.

Beweise für "Fehler im System"

Der Vorsitzende des für die Untersuchung zuständigen Handelsausschusses im Repräsentantenhaus, Fred Upton, sagte, die internen Dokumente von GM, des Zündschloss-Herstellers Delphi und der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA belegten "Fehler im System". Andere Abgeordnete warfen zuletzt die Frage auf, ob sich GM strafbar gemacht habe.

Der Kongress untersucht, warum GM mit dem Rückruf von 2,6 Millionen Fahrzeugen bis 2014 wartete, obwohl die Probleme mit den Zündschlössern seit mehr als zehn Jahren bekannt waren. Der Defekt soll zu mindestens 13 Todesfällen geführt haben. Weil die Zündschlüssel während der Fahrt in die Aus-Position zurückspringen können, kann der Motor ausgehen und sich Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags abschalten. GM droht eine Klagewelle und ein Vertrauensverlust. Für die Reparatur rechnet der Konzern zudem mit Sonderkosten im ersten Quartal von 1,3 Milliarden Dollar (940 Mio. Euro). (APA, 12.4.2014)

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