Auch US-Musikindustrie klagt gegen Megaupload-Gründer Kim Dotcom

11. April 2014, 18:36
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Label folgen US-Filmindustrie

Mit einer eigenen Schadenersatzklage gegen den umstrittenen Internetunternehmer Kim Dotcom hat sich die US-Musikindustrie den großen Hollywood-Studios angeschlossen. Der US-Branchenverband RIAA reichte am Donnerstag im Namen von Warner Music, Universal Music, Sony Music Entertainment und Capitol Records die Zivilklage gegen Dotcom und seinen Online-Speicherdienst Megaupload ein.

Mit Absicht

Die Nutzer von Megaupload seien "aktiv und mit Absicht" ermuntert worden, Raubkopien der beliebtesten Unterhaltungsangebote zu verbreiten, heißt es in der Klage.

Erst am Montag hatte der US-Branchenverband MPAA im Namen von sechs großen Hollywood-Studios Megaupload und seinen in Deutschland geborenen Gründer Kim Schmitz alias Kim Dotcom auf Schadenersatz verklagt. Gegen den in Neuseeland wohnenden Dotcom läuft in den USA bereits ein Strafverfahren. Der Unternehmer wehrt sich derzeit gegen eine Auslieferung.

Megaupload bot seinen Nutzern an, Daten im Internet zu speichern und dort auch anderen zur Verfügung zu stellen. Dies ist an sich nicht illegal. Allerdings wurde die Plattform vor allem dazu genutzt, Raubkopien etwa von Musik, Filmen und Software zu verbreiten. Die US-Behörden schlossen die Plattform.

Razzia

Dotcom war Anfang 2012 nach einer spektakulären Razzia in seinem Anwesen in Neuseeland festgenommen worden. Später kam er gegen Kaution wieder auf freien Fuß, die Entscheidung über seine Auslieferung in die USA steht noch aus. Dort drohen ihm bei einer Verurteilung wegen Unterschlagung und umfangreicher Urheberrechtsverletzungen bis zu 20 Jahre Haft. (APA, 11.4. 2014)

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