Arzneibehörde will Gefahren von Hustenmitteln prüfen lassen

11. April 2014, 17:17
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Eine Behandlung mit Codein-Mitteln kann dazu führen, dass bei Kindern die Atmung abflacht oder sogar ganz aussetzt - Europäische und deutsche Behörden starten Untersuchung

Bonn - Die deutsche Arzneimittelbehörde BfArM hat eine Untersuchung der Gefahren von Kinder-Hustenmitteln mit Codein angestoßen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) will damit erreichen, dass die Risiken solcher Präparate für Kinder weiter eingedämmt werden, so die Bonner Behörde.Ein Expertengremium bei der europäischen Arzneimittelagentur EMA soll nun solche Hustenmittel genauer unter die Lupe nehmen. Im vergangenen Jahr war bereits der Einsatz Codein-haltiger Schmerzpräparate bei Kindern stark eingeschränkt worden.

Eine Behandlung mit Codein-Mitteln kann dazu führen, dass bei Kindern die Atmung abflacht oder sogar ganz aussetzt. Mehrere lebensbedrohliche oder tödliche Fälle von Atemdepression in Europa hatten die Behörden zuletzt aufgeschreckt. Das BfArM rät inzwischen Ärzten, Codein-Präparate bei Kindern nur sehr kurz und nur nach sorgfältiger Gefahrenabwägung und in der niedrigsten Dosierung zu verschreiben. Eltern sollten zudem genau auf die Risiken hingewiesen werden. Bei verlangsamter Atmung ihrer Kinder sei umgehend der Arzt zu informieren. (Reuters, derStandard.at, 11.4.2014)

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