Gegen Sturm soll der Meistermotor wieder brummen

11. April 2014, 15:24
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Salzburg möchte bis zum Saison-Ende noch den ein oder anderen Rekord mitnehmen

Salzburg/Graz - Beim Heimspiel gegen Sturm Graz darf Meister Salzburg am Samstag (16.30 Uhr) die nächste Ehrenrunde drehen. Der Spannungsabfall ist auch an den jüngsten Ergebnissen abzulesen, zuletzt gab es gegen Grödig aber wieder einen Sieg. "Jetzt müssen wir den Motor wieder hochfahren und Vollgas geben", forderte Mittelfeldmann Christoph Leitgeb. Sturm kommt nach dem Cuperfolg jedenfalls mit breiter Brust.

Nach in Rekordzeit fixiertem Titel kam für die Salzburger nach 12 Ligasiegen en suite ein 0:3 bei der Austria, dem wiederum ein 0:0 gegen Innsbruck folgte. Für Leitgeb ist das "normal", für Schmidt "menschlich". Der Trainer freute sich jedenfalls über das 3:1 bei  Grödig: "Das war ein besonderes Spiel, ein Derby, das haben wir souverän gewonnen. Das ist ein positives Signal, zeigt, was in der Mannschaft drinsteckt."

Dass Salzburg in der Red-Bull-Ära noch kein Heimspiel gegen die Grazer verloren hat, ist für Schmidt nicht unbedingt relevant. "Es wäre schön, wenn solche Statistiken helfen würden, das tun sie natürlich nicht", betonte der 47-Jährige. "Sturm ist eine gute Mannschaft, die sich stabilisiert hat. Sie haben in den letzten Wochen zu einer guten Spielweise zurückgefunden hat. Das wird kein leichtes Spiel, das haben wir auch im ersten Heimspiel erlebt, wir haben am Ende knapp mit 1:0 gewonnen."

Rekorde

Ein weiterer Rekord könnte am Samstag feststehen, die 101-Saisontore Rapids (1985/86) hat man ja bereits egalisiert. Ziele gebe es laut Leitgeb jedenfalls noch genug. "Wir wollen den Punkterekord brechen und natürlich ins Finale kommen und den Cup gewinnen."  Ersterer steht seit der Vorsaison bei 82 Zähler, aufgestellt von der Wiener Austria. Acht Punkte aus den letzten fünf Partien würden schon zur Einstellung reichen.

Auch Salzburg-Coach Roger Schmidt sieht aufgrund des Cuperfolgs von Sturm gegen die Admira am Dienstag (1:0) auch die Strapazen einer englischen Woche in den Hintergrund treten. "Sie haben im Pokal gewonnen und dem Druck standgehalten", meinte der Deutsche. "Es ist für Sturm extrem wichtig, ins Endspiel zu kommen. Sie sind denke ich euphorisiert, von daher sehe ich keinen Grund, dass sie geschwächt sind."

Den Beginn unbeschädigt überstehen

Grazens Coach Darko Milanic gab sich vor dem Duell mit dem Ligaprimus keinen Illusionen hin. "Für Salzburg geht es nicht mehr um so viel, dennoch sind sie natürlich klarer Favorit. Wir spielen gegen ein super Team mit super Einzelspielern, dort ist die Klasse, dort ist das Geld", meinte der Slowene. Er forderte vollen Einsatz: "Ich will ein Team sehen, dass mit Mut auf den Platz geht und zeigt, dass es eine Mannschaft ist und gegen einen starken Gegner eine gute Leistung abliefern kann. Wir müssen die ersten Minuten unbeschädigt überstehen und die Räume, die wir bekommen, nutzen."

Angesichts der Tabellensituation - mit 36 Punkten hat man als Siebenter so gut wie keine Chance mehr auf Platz drei - sei der Druck in der Liga natürlich nicht mehr allzu groß. Aber: "Es geht sehr wohl um etwas: Die Spieler können Qualität zeigen, und ich will noch fünf professionelle Meisterschaftsspiele sehen." Schließlich gehe es mit Blickrichtung Cupfinale auch darum, die Form zu behalten: "Damit wir im Mai in Topform sind." (APA/red - 11.4. 2014)

Mögliche Aufstellungen und technische Daten:

FC Red Bull Salzburg - SK Sturm Graz (Samstag, 16.30 Uhr, Red Bull Arena, SR Lechner). Bisherige Saisonergebnisse: 1:1 (a), 1:0 (h), 4:1 (a)

Salzburg: Walke - Klein, Ramalho, Hinteregger, Ulmer - Ilsanker - Kampl, Ch. Leitgeb, Mane - Alan, Soriano

Ersatz: Gustafsson - Rodnei, Hierländer, Svento, Meilinger, Lazaro, Berisha, R. Zulj

Es fehlen: Gulacsi (nach Gehirnerschütterung), Schiemer, Schwegler (beide verletzt)

Sturm: Pliquett - Todorovski, Madl, Vujadinovic, Klem - Schloffer, T. Kainz, Offenbacher, F. Kainz - Djuricin, Beric

Ersatz: Gratzei - Beichler, Dengg, Hölzl, Kaufmann, Schnaderbeck, Schmerböck, Wolf

Es fehlen: Dudic (krank), Hadzic, Ehrenreich, Hütter, Pfingstner, M. Weber (alle verletzt)

  • So etwa sieht Salzburgs Marschroute gegen Sturm aus.
    foto: apa/scheriau

    So etwa sieht Salzburgs Marschroute gegen Sturm aus.

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