Budgetplan: Das lange Warten aufs Geld

11. April 2014, 16:34
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Bald steht der Budgetplan der FHs für die nächsten Jahre fest. Allzu groß ist die Hoffnung auf Inflationsabgeltung nicht

Wien - Es ist eine bekannte Forderung der Fachhochschulen, seit Jahren pocht die Fachhochschulkonferenz (FHK) als Interessenvertretung der Fachhochschulen auf die Valorisierung der Studienplätze. Das letzte Mal wurden die Fördersätze 2009 erhöht, und sowohl die Abgeltung der Teuerung als auch der Ausbau der Studienplätze finden sich im aktuellen Regierungsprogramm. Nur bei der Umsetzung gehe so gut wie nichts weiter, heißt es vonseiten der FHK.

Keine konkreten Zahlen

Als kleiner Hoffnungsschimmer wurde daher die Teilnahme von Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner an der letzten Sitzung der FHK Ende März gewertet. Aber konkrete Zahlen blieb der Minister schuldig, Mitterlehner konnte lediglich auf die derzeitigen Verhandlungen mit dem Finanzministerium verweisen.

Gespannt werde daher auf die Budgetrede des Finanzministeriums Ende April erwartet. "Nur: Allzu große Hoffnung haben wir nicht", sagt Kurt Koleznik, Generalsekretär der FHK. Und so wie es scheint, sei das bildungspolitische Ziel, so wenig wie möglich zu tun, ergänzt er.

Denn auch wenn es ein konkretes Budget für den Hochschulbereich gäbe, können noch immer Prioritäten vom Wissenschaftsministerium gesetzt werden, so Koleznik. Nur wurden bei den Forderungen von 1,6 Mrd. Euro des Wissenschaftsministers für den Hochschulsektor bis 2018 den Fachhochschulen lediglich 62 Mio. zugedacht. "Das ist ein großes Missverhältnis zwischen Fachhochschulen und Universitäten und als solches kein positives Signal für eine bessere Finanzierungssituation für FHs", merkt er an.

Einen Schritt weiter sei man hingegen beim Thema Promotionsrecht für Fachhochschulen. Zwar habe der Wissenschaftsrat als Mitglied der Hochschulkonferenz in einer Stellungnahme von diesem Recht für Fachhochschulen abgeraten, dennoch geht Koleznik, nicht zuletzt wegen des Promotionsrechts der Donau-Universität Krems, davon aus, dass hier Bewegung ins Spiel komme und ernsthaft darüber diskutiert werde. "Auch in Deutschland und der Schweiz wird diese Diskussion gerade geführt", ergänzt er.

Weiterhin unbeantwortet bleibt die Frage nach der Finanzierung der FH-Forschung. "Hier müsste der Kuchen neu verteilt werden", sagt Koleznik. (Gudrun Ostermann, DER STANDARD, 12.4.2014)

  • Die Aufgabenliste ist lang, und vieles davon wartet auf klare Antworten.
    foto: istockphoto

    Die Aufgabenliste ist lang, und vieles davon wartet auf klare Antworten.

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