Im Netzwerk forscht es sich besser

11. April 2014, 16:30
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Die finanziellen Mittel für Forschung sind begrenzt. Durch Kooperationen sollen die zur Verfügung stehenden Ressourcen besser genutzt werden.

Wien - Forschung ist ein wichtiges Steckenpferd der Fachhochschulen. Der Schwerpunkt liegt auf angewandter Forschung, durch Kooperationen mit anderen Forschungseinrichtungen und Hochschulen können Ressourcen besser genutzt werden.

Ein gutes Beispiel dafür ist der neu gegründete Verein LRA - Logistics Research Austria. Die Kooperationsinitiative von Friedrich Stark, Professor am Logistikum der FH Oberösterreich in Steyr, brachte Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen aus ganz Österreich zusammen, um die Zusammenarbeit im Bereich Forschung & Entwicklung für Logistik, Supply-Chain-Management und Verkehr zu optimieren und so auch die internationale Sichtbarkeit zu erhöhen.

Intensive Vorbereitung

Zwei Jahre dauerte die Vorbereitungsphase, Anfang April wurde der Verein gegründet. Zu den Mitgliedern gehören u. a. die Fachhochschulen bfi Wien, Joanneum, Technikum Wien, St. Pölten sowie die Wirtschaftsuni Wien, die Johannes-Kepler-Uni, die TU Graz und die Universität für Bodenkultur. Weiters sind auch das AIT (Austrian Institute of Technology), RISC Software und V-Research Mitglieder im Verein. Neben der stärkeren Sichtbarkeit nach außen soll die Interdisziplinarität intensiviert und inhaltliche Komplementarität genutzt werden. Dadurch soll eine größere Themenvielfalt ohne Verlust an wissenschaftlicher Tiefe ermöglicht werden.

Dass das Logistikum Steyr sich bereits international einen Namen gemacht hat, beweist auch die Zusage für das Marie-Curie-Incoming-Stipendium, das Markus Gerschberger (Logistikum Steyr) und Ila Manuj von der University of Northern Texas erhielten. Aus über 1300 Anträgen wurde das gemeinsame Forschungsprojekt im Bereich "Supply-Chain-Complexity" ausgewählt. Manuj wird ab Mai 16 Monate lang in Steyr gemeinsam mit Gerschberger ein Modell für Unternehmen entwickeln, damit diese die komplexen Zusammenhänge in Supply-Chains besser verstehen, bewerten und optimieren können. Das Stipendium wurde durch das 7. EU-Rahmenprogramm für Forschung, Technologische Entwicklung und Demonstration vergeben.

Auch an der FH Campus Wien setzt man bei der Forschung auf Kooperation. Gemeinsam mit Phoenix Contact, einem international tätigen Unternehmen der Steuerungs- und Automatisierungstechnik, wurde im März das Phoenix Contact Technology Competence Center eröffnet.

Studierenden des Departements Technik wird in dem von Phoenix Contact eingerichteten Forschungs- und Technologielabor praxisnahes Arbeiten und Forschen ermöglicht. Durch diese Kooperationsvereinbarung ist die FH Campus Wien auch Partner von EduNet, einem Zukunftsprojekt, an dem sich weltweit 70 technische Fachhochschulen und Universitäten beteiligen. (Gudrun Ostermann, DER STANDARD, 12.4.2014)

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