Houskapreis für Forschungsprojekt zum Schimmelpilzgift

11. April 2014, 13:17
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Neben der Boku wurden auch die ÖAW und die Montanuni Leoben ausgezeichnet

Wien/Leoben- Der erste Platz beim Houskapreis 2014 der B&C-Privatstiftung geht an die Universität für Bodenkultur. Für Forschungsarbeiten zum Schutz von Getreide vor Schimmelpilzgiften wurde das Projekt von Reingard Grabherr vom Institut für Biotechnologie der Boku mit 120.000 Euro ausgezeichnet.

Die Forschungen Grabherrs sollen der Landwirtschaft dabei helfen, Milliardenschäden zu vermeiden bzw. einen Beitrag zum steigenden Nahrungsmittelbedarf leisten. Die Verunreinigung von Getreide durch Schimmelpilze verursacht oft schwere Erkrankungen bzw. den Tod von Tieren, denen bestimmte Getreidesorten - vor allem Mais - verfüttert werden. Grabherrs Team gelang es erstmals, eine besonders gefährliche Gruppe von Schimmelpilzgiften mit Enzymen unschädlich zu machen. Auf diesen Ergebnissen aufbauend wurde bereits ein Zusatz von einem österreichischen Futtermittelhersteller entwickelt und in Asien auf den Markt gebracht, der die Bildung von Schimmelpilzgiften mindert.

Weitere Preise

Mit dem zweiten Platz und einem Preisgeld von 70.000 Euro wurde die ÖAW für die Entwicklung von Siliziumdetektoren am Institut für Hochenergiephysik ausgezeichnet, die weniger anfällig für strahlungsbedingte Defekte sind. Sie spielen etwa in Medizin- und Physikgeräten wie z.B. bei Teilchenexperimenten des Kernforschungszentrums CERN eine Rolle. Platz drei und 40.000 Euro gehen an die Montanuni Leoben für die Entwicklung einer Methode zur Messung von Oberflächeneigenschaften, die in der Lage ist, sowohl Fehler als auch Glanzeigenschaften von gekrümmten Kunststoffoberflächen noch während des Produktionsprozesses festzustellen.

Insgesamt haben 31 Teams ihre Projekte für den Preis eingereicht. In einem zweistufigen Verfahren wurden zehn Projekte für den mit insgesamt mit 300.000 Euro dotierten Preis nominiert. Neben den Preisen für die drei Sieger erhalten die übrigen Finalisten je 10.000 Euro.

Die B&C Privatstiftung ist aus den Unternehmensbeteiligungen der Bank Austria bzw. ihrer Vorläufer entstanden. Sie verfolgt nach eigenen Angaben "das Ziel der langfristigen Förderung des österreichischen Unternehmertums und des Wirtschaftsstandortes Österreich". (APA/red, derStandard.at, 11. 4. 2014)

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