Gemeinsam feiern und getrennt prüfen

10. April 2014, 18:03
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Das Linzer Musiktheater zieht erste Bilanz

Linz - Das Musiktheater Linz begeht seinen ersten Geburtstag. Und vornweg steht eine alle Beteiligten offensichtlich glücklich machende Zahl: 90,6 Prozent betrug die Gesamtauslastung seit der Eröffnung, die Sparten Kinderoper (99,8 Prozent), Operette (97,2 Prozent) und Musical mit 96,6 Prozent liegen weit über dem Durchschnitt. Insgesamt 226.342 Besucher haben in den vergangen zwölf Monaten Aufführungen besucht (darunter 110.00 Vollzahler, 100.00 Abonnenten). Zählt man Open Airs und die Eröffnungsfeierlichkeiten dazu, waren es 333.000.

Zusätzlich profitiere auch das Schauspielhaus an der Promenade vom neuen Linzer Musiktheater, betont Intendant Rainer Mennicken; auch dort liege man in der laufenden Spielzeit "über Plan". Und selbst die anfäng- liche, über Oberösterreich hinaus hörbare Kritik an der Akustik des Hauses sei nun verstummt, sagt der künstlerische Direktor des Brucknerorchesters Heribert Schröder, die "Sänger und Sängerinnen haben sich auf die akustische Beschaffenheit eingestellt."

Das Verhältnis zu Linz

Nicht gänzlich ungetrübt bleibt hingegen weiterhin das Verhältnis zwischen dem Land OÖ und Linz, wenn es um die Finanzen geht: Man arbeite daran, betonen Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) und Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ), die Differenzen (der Standard berichtete) bezüglich der jeweiligen Zahlungen an Brucknerhaus bzw. Musiktheater zu bereinigen.

Gleichzeitig aber werde, wie Luger bestätigt, immer noch geprüft, ob die Stadt Linz aus dem mit seinem Vorgänger Franz Dobusch verhandelten "Musiktheatervertrag" aussteigen könne. (wkh, DER STANDARD, 11.4.2014)

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