Maßnahmen gegen randalierende Passagiere

10. April 2014, 16:21
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Fluggesellschaften wollen schärfer gegen Randalierer vorgehen - 300-mal pro Woche Vorfälle mit Passagieren

Genf - Flugzeugbesatzungen müssen sich weltweit rund 300-mal pro Woche mit widerspenstigen oder gar randalierenden Passagieren auseinandersetzen - teils mit hohen Folgekosten. Die Airlines wollen deshalb so bald wie möglich schärfer gegen ungebührlich auftretende Fluggäste vorgehen dürfen, erklärte der Internationale Luftfahrtverband (IATA) am Donnerstag in Genf.

Schlupflöcher schließen

IATA-Generaldirektor Tony Tyler rief alle Regierungen auf, eine kürzlich von rund 100 Staaten vereinbarte Zusatzbestimmung zum Abkommen über strafbare Handlungen an Bord von Luftfahrzeugen von 1963 zu ratifizieren. Damit soll unter anderem ein Schlupfloch geschlossen werden, durch das sich schon etliche Randalierer einer Strafverfolgung entziehen konnten: Die juristische Zuständigkeit der Staaten, in denen ein Flugzeuge registriert ist, soll in solchen Fällen auf das jeweilige Landeziel erweitert werden.

Genauere Definitionen

Die neuen Bestimmungen definieren auch klarer, ab wann strafbares Verhalten vorliegt - etwa die Weigerung, Sicherheitsvorschriften zu befolgen. Zudem werden Schadenersatzklagen erleichtert, die sich zum Beispiel aus unplanmäßigen Zwischenlandungen infolge des Fehlverhaltens von Passagieren ergeben. Mindestens 22 Staaten müssen das Zusatzprotokoll ratifiziert haben, ehe es in Kraft treten kann. (APA, 10.4.2014)

  • Nicht immer geht es an Bord von Flugzeugen so ruhig zu. Randalierern will man jetzt mit strengeren Maßnahmen begegnen.

    Nicht immer geht es an Bord von Flugzeugen so ruhig zu. Randalierern will man jetzt mit strengeren Maßnahmen begegnen.

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