Jugendliche in U-Haft: Alternativen fehlen

10. April 2014, 14:30
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Bericht der Volksanwaltschaft: Zu viele Jugendliche sitzen in Untersuchungshaft

Wien - 55 Mal haben die Kommissionen der Volksanwaltschaft in den vergangenen Monaten Justizanstalten in ganz Österreich unangemeldet besucht. Das Fazit der Besuche: Viele Jugendliche sollten gar nicht in Untersuchungshaft sein. Das sagte Volksanwältin Gertrude Brinek am Donnerstag im Ö1-Morgenjournal. Sie fordert mehr Unterbringungsmöglichkeiten für jugendliche Straftäter, damit weniger Jugendliche in U-Haft müssen.

Vieles bereits besser

Dass es jetzt nur mehr Zweier-Zellen gibt und die Einschlusszeiten nicht mehr so lang sind, vermerkt die Volksanwaltschaft positiv. Viel habe sich zwar schon verbessert, heißt es in dem Bericht, aber was Alternativen zur Haft betrifft, sei noch viel zu tun, so Brinek.

Auslöser für den Bericht war der Fall eines 14-Jährigen, der im vergangenen Mai in der Untersuchungshaft vergewaltigt worden war. Der Täter wurde mittlerweile zu 15 Monaten unbedingter Haft verurteilt. Der Schuldspruch wegen Vergewaltigung, Körperverletzung und Nötigung ist nicht rechtskräftig. (red, derStandard.at, 10.4.2014)

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