Rio de Janeiro und der Karneval

Blog10. April 2014, 11:46
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Blogger David Dukaric erlebt die Hitze der Stadt beim Karneval und wird beim Metrofahren heruntergekühlt

Bei der Weiterreise von La Paz über Lima nach Rio de Janeiro freute ich mich schon auf die nächsten Highlights. Zu Einen kam mich meine Freundin besuchen, zum Andern war gerade Ausnahmezustand in Rio aufgrund des Karnevals. In derselben Woche fand auch noch die RMC (Rio Music Conference) statt, ein Festival der elektronischen Musik. Der Kauf der Tickets für das Festival ist selbst für Einheimische eine schwierige Angelegenheit. Nach langem hin und her erwischten wir Karten für Fatboy Slim und kamen in den Genuss eines Geniales Clubbings auf der Marina da Glória. Der Weg nach Hause war etwas umständlich, da fast keine Taxis zum abgelegenen Festivalgelände kamen, wir konnten uns dann aber doch noch eines mit einem australischen Pärchen teilen.

Karneval in Rio

In Rio herrschte Karnevalsstimmung. Die meisten Cariocas waren verkleidet und gerade auf den Weg zu verschiedenen Austragungsorten. Die kostenlosen Partys in den Bezirken sind sehr beliebt. Man muss nicht  ins Sambadromo gehen, um das Karnevalsgefühl zu erleben. Allein die Metrofahrten waren sehr stimmungsvoll, Gesänge und lautes Lachen waren häufig in den Abteilen zu hören, die Menschen klopften gegen die Innenraumverkleidung des Waggons. Selber sitzt man, auf dem Weg zum Strand, in Badehose und Shirt mitten unter den gut gelaunten und verkleideten Fahrgästen im Zug.

Das Sambadromo startete um 21 Uhr mit einem Feuerwerk. Sechs Sambaschulen konnten wir am Sonntag anfeuern. Wir hatten unsere Plätze im vorletzten Sektor, von wo aus man einen guten Blick auf die Parade hat. Auch die Trommler, die meist zu Beginn der Parade ihren Auftritt haben, sind von hier aus gut zu hören. Der Weg zur Metro wurde von der Polizei gesichert

Die meisten Sehenswürdigkeiten in Rio sind problemlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. In den Busen gibt es ein Drehkreuz und einen Schaffner, der das Geld kassiert. Möchte man mit der Metro Zeit sparen, ist es sinnvoll eine Metrokarte aufzuladen, statt das Ticket ständig am Schalter zu lösen. Bei 36 Grad war es entsprechend warm war es in den Metro Stationen und beim Einsteigen in die stark klimatisierten Waggons bekam man Gänsehaut. In Rio gibt es nur zwei Metrolinien, man kann sich also kaum verirren. (David Dukaric, derStandard.at, 10.4.2014)

  • Fotos von Rio im Karnevalsfieber zeigt diese Ansichtssache.
    foto: david dukaric

    Fotos von Rio im Karnevalsfieber zeigt diese Ansichtssache.

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