Zweifel an Hergang der Morde von Kiew

10. April 2014, 11:01
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Offenbar nicht nur Sonderpolizei Berkut an Erschießung von Demonstranten beteiligt

Kiew - Sieben Wochen nach der Erschießung von Demonstranten in Kiew wachsen laut dem ARD-Magazin "Monitor" Zweifel an der offiziellen Version der Ereignisse. Regierung und Staatsanwaltschaft der Ukraine machen eine Einheit der inzwischen aufgelösten Sonderpolizei Berkut (Steinadler) für die Morde verantwortlich. Die Vorgänge hatten zum Sturz der Regierung von Präsident Wiktor Janukowitsch geführt.

Bei den Protesten waren an mehreren Tagen insgesamt rund 100 Menschen getötet worden. Laut "Monitor" (Sendung am Donnerstagabend um 21.45 Uhr) bezweifelt ein an den Untersuchungen beteiligter Ermittler die Version von der Alleinschuld der Berkut. Auf Videos sei zu erkennen, dass Oppositionelle auch vom Hotel Ukraina aus beschossen wurden, das in der Hand der Oppositionellen gewesen sei. Ein Augenzeuge bestätige das. Ein Amateur-Mitschnitt des Funkverkehrs von Scharfschützen lege zudem nahe, dass verschiedene Gruppen von Scharfschützen geschossen hätten.

Anwälte von Verwundeten beklagten laut der Sendung, dass ihnen die Ergebnisse der Ermittlungen vorenthalten würden. "Wir haben nicht gesagt bekommen, welcher Typ Waffen verwendet wurde, wir bekommen keinen Zugang zu den Gutachten, wir bekommen die Einsatzpläne nicht", sagte ein Anwalt demnach. Die Staatsanwaltschaft sei parteiisch. (APA, 10.4.2014)

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