Schweinsteigers Hürde heißt auch Lahm

9. April 2014, 13:54
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Größter Gegner um einen WM-Platz kommt aus der eigenen Mannschaft

München - Bastian Schweinsteiger ist die Rolle des Zusehers mittlerweile gewohnt, verpasste er doch aufgrund einer Sprunggelenksverletzung 13 Saisonspiele seiner Bayern. Doch "Schweini" ist ein Kämpfer, zeigte zuletzt wieder mit starken Leistungen und wichtigen Aktionen auf. In der Champions League, wo die großen Fußball-Schlachten geschlagen werden, war er in sechs Spielen dreimal erfolgreich - häufiger als je zuvor in seiner Karriere.

Das freut freilich auch den deutschen Teamchef Joachim Löw, für den der 101-maligen Nationalspieler angesichts der Verletzungen der defensiven Mittelfeldspieler Sami Khedira und Ilkay Gündogan mit Blick auf die WM in Brasilien unverzichtbar scheint. Scheint, nicht ist, weil Schweinsteiger noch immer nicht der Alte ist. Das zeigte sich zuletzt bei der 0:1-Pleite der Münchner Bayern beim FC Augsburg.

Sammer'scher Trost

Zudem existiert seit dieser Saison eine neue Alternative im defensiven Mittelfeld. Philipp Lahm, ebenfalls Bayern-Spieler und ursprünglich Rechtsverteidiger, wird von Guardiola auf der "Sechs" eingesetzt. Lahm verkündete kürzlich in einem Interview: "Ich fühle mich im Moment mehr als Sechser denn als Außenverteidiger."

Schweinsteiger wird seine Trainer in den nächsten Wochen überzeugen müssen, um bei der WM gesetzt zu sein.  Dass er inzwischen um seinen Platz kämpfen muss, macht ihm nichts aus. "Ich habe eine gewisse Ruhe in mir, ich weiß, wie es abläuft", sagte er zuletzt einmal über den langen Weg zurück. Der Wertschätzung der Verantwortlichen kann er sich ohnehin sicher sein. Nach dem 2:1 gegen Bayer Leverkusen, das Schweinsteiger mit einer Vorlage und einem Tor sicherstellte, sagte Sportvorstand Matthias Sammer, er sehe den Deutschen "auf einem super Weg" - und nicht dauerhaft als Zuschauer. (sid/red, 9.4.2014)

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