Streiks gegen Sparpolitik in Griechenland

9. April 2014, 11:53
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Viele Fähren, Züge und Busse fahren am Mittwoch nicht. Auch Schulen und Krankenhäuser betroffen

Athen - In Griechenland haben am Mittwoch größere Streiks gegen die harte Sparpolitik der Regierung begonnen. Dazu aufgerufen hatten die beiden größten Gewerkschaftsverbände aus dem staatlichen und privaten Sektor. Hintergrund ist die geplante Entlassung von mindestens 11.000 Staatsbediensteten bis Ende des Jahres, knapp 4.000 haben bereits ihren Job verloren. Demonstrationen waren für Mittag in Athen geplant.

Aus Piräus lief am Morgen keine Fähre zu den Ägäisinseln aus, wie die Seeleute-Gewerkschaft PNO mitteilte. Auch Züge und viele Busse in Athen fahren nicht. Behörden werden ebenfalls für 24 Stunden bestreikt. Zudem sind viele staatliche Schulen geschlossen geblieben. Ärzte behandeln in staatlichen Krankenhäusern nur Notfälle, auch die Apotheken in Athen werden bestreikt. Wegen eines Journalistenstreiks gab es am Mittwoch keine Zeitungen. Probleme im Flugverkehr und der Hotellerie gab es dagegen nicht.

Die umfangreichen Streiks finden zwei Tage vor dem für Freitag geplanten Besuch der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in Athen statt. Sie waren aber schon vor dessen Bekanntgabe geplant gewesen. Merkel will die Regierung des konservativen Premierministers Antonis Samaras in ihrem Reformkurs bestärken. (APA, 9.4.2014)

  • Demonstration in Athen.
    foto: reuters/alkis konstantinidis

    Demonstration in Athen.

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