ÖEHV nennt die Olympia-Nachtschwärmer

9. April 2014, 12:18
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Auch Pöck und Trattnig fuhren laut Verbandspräsident Kalt nicht mit dem Bus zurück - Pöck: "Bus versäumt" - Trattnig: "Nicht dabei"

Der österreichische Eishockey-Verband hat am Dienstag die Namen jener Spieler bekannt gegeben, die bei den Olympischen Spielen in Sotschi für negative Schlagzeilen gesorgt haben. ÖEHV-Präsident Dieter Kalt nannte in einer Presseaussendung die NHL-Spieler Thomas Vanek, Michael Grabner und Michael Raffl sowie Rene Swette, Florian Iberer, Mario Altmann und Stefan Ulmer.

Zudem sind auch Thomas Pöck und Matthias Trattnig in der Nacht von 16. auf 17. Februar nicht mit dem für 23.00 Uhr georderten Bus nach Hause gefahren. Thomas Pöck erreichte die Information in Boston, wo er mit seiner Familie während des Sommers wohnt. Der Verteidiger, der nach Olympia seine Karriere beendet hat, war überrascht, dass sein Name im Zusammenhang mit der nächtlichen Eskapade und gemeinsam mit den richtigen Nachtschwärmern genannt wurde.

"Der Grund, warum wir nicht im Bus waren ist, weil wir geglaubt haben, dass er erst um 23.30 Uhr fährt und nicht um 23.00 Uhr. Wir waren eine halbe Stunde zu spät", erklärte Pöck. Laut Pöck haben aber nicht nur er und Trattnig den Bus versäumt und daher den Zug ins Tal genommen, sondern auch vier oder fünf weitere Spieler. "Wir haben Manny (Anm.: Teamchef Viveiros) am nächsten Tag gesagt, dass wir den Bus versäumt haben und mit dem Zug gefahren sind", sagte der Klagenfurter.

Trattnig ist am Dienstagabend beim Abgang in die Kabine in der Finalserie der EBEL mit Fragen zu Olympia überrascht worden. "Ich verstehe nicht, dass so etwas im Play-off rauskommt. Ich spiele Play-off und werde mich danach noch einmal äußern", erklärte er verärgert und bekräftigte, dass er die nächtliche Eskapade nicht mitgemacht habe. "Ich war nicht dabei, man kann auch (Anm.: Teamchef Manny) Viveiros fragen."

Der Verteidiger-Routinier hatte sich jüngst sehr kritisch zu den Vorfällen in Sotschi und den Umgang des Verbands damit geäußert. Dies war einer der Gründe, warum Kalt am Dienstag mit Namen an die Öffentlichkeit gegangen ist. (APA, 8.4.2014)

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    foto: apa/fohringer

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