Sturm zieht ins Halbfinale des ÖFB-Cups ein

8. April 2014, 19:52
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Ex-Rieder Hadzic fixiert 1:0-Sieg bei der Admira - Grazer bleiben im Rennen um internationalen Startplatz

Maria Enzersdorf - Sturm Graz ist als erster Klub ins Halbfinale des ÖFB-Cups eingezogen. Die Grazer setzten sich am Dienstag in der BSFZ-Arena in Maria Enzersdorf gegen den Bundesliga-Konkurrenten Admira Wacker Mödling dank eines Tors von Anel Hadzic (50.) mit 1:0 (0:0) durch und stehen erstmals seit der Saison 2009/10 in der Vorschlussrunde. Damals holten die Steirer in der Folge auch den Titel.

Die Grazer durften sich über den ersten Sieg gegen die Admira nach sechs Partien sowie seit dem 10. November 2012 (2:1 in der Südstadt) freuen. Zuletzt hatte es erst am Samstag im direkten Meisterschaftsduell in der Grazer UPC-Arena ein 1:1-Remis gegeben. Im Cup setzten die Steirer ihre Erfolgsserie gegen die Admira fort, dort hatten sie auch schon in den jüngsten beiden Duellen am 30. März 2010 (Viertelfinale/1:0 nach Verlängerung) und am 26. Oktober 2011 (Achtelfinale/3:1) die Oberhand behalten.

Finale in Klagenfurt

Den Grazern könnte nun eventuell schon ein weiterer Sieg reichen, um sich ein Europacup-Ticket zu sichern. Sollte nämlich Meister Salzburg den Cup gewinnen, darf der Finalist fix in der Europa-League-Qualifikation antreten. Die "Bullen" treffen im letzten Viertelfinale am 16. April auswärts auf den WAC. Tags zuvor misst sich Horn mit dem Regionalliga-Ost-Vertreter Amstetten und Ried mit St. Pölten. Das Halbfinale wird am 20. April ausgelost, Spieltermine sind 6./7. Mai. Das Finale geht am 18. Mai in Klagenfurt über die Bühne.

Die Admira musste ohne die beiden verletzten Außenverteidiger Stephan Zwierschitz und Thomas Weber auskommen, dafür wurde Kapitän Richard Windbichler völlig überraschend fit und auch der zuletzt angeschlagene Christoph Schösswendter konnte im Abwehrzentrum einlaufen. Die neu formierte Abwehr stand vor der Pause bombensicher, das hatte aber auch damit zu tun, dass die Grazer abwartend agierten und kaum gefährlich wurden. Einzige Ausnahme war eine Einzelaktion von Florian Kainz, die er mit einem Schuss aus rund 20 Metern knapp neben das Tor abschloss (45.).

Die Admiraner kontrollierten das Geschehen, machten den besseren Eindruck und hätten auch in Führung gehen können. Vor allem Benedikt Pliquett verhinderte allerdings mit guten Paraden einen Rückstand der Grazer. Der Deutsche rettete bei einem Domoraud-Abschluss mit dem Fuß zur Ecke (6.), hatte mit einem schwachen Windbichler-Kopfball aus guter Position keine Mühe (18.) und musste bei zwei Schüssen von Stefan Schwab (24., 27.) sein Können aufbieten. Nach der ersten halben Stunde flaute die zu Beginn flotte Partie ab.

Schöne Kombi über links

Nach dem Seitenwechsel legten die Grazer zur Freude der mehr als 1.000 mitgereisten Anhänger einen Blitzstart hin. Nach schöner Aktion über die linke Seite über Florian Kainz und Christian Klem konnte Hadzic nach einem Idealzuspiel aus 14 Metern unbedrängt einschießen (50.). Admira-Goalie Manuel Kuttin hatte die Fingerspitzen dran, konnte aber nicht mehr entscheidend abwehren. Die Gastgeber waren nur ganz kurz geschockt und in der Folge bei einsetzendem Starkregen weiter überlegen. Unmittelbar nachdem Sturms Robert Beric über das Ziel geschossen hatte (64.), musste sich Pliquett im Duell mit Rene Schicker auszeichnen (65.).

Je länger die Partie allerdings dauerte, umso mehr waren die Hausherren gezwungen offensiver zu werden, und die Grazer nutzten den Platz zum Kontern. Kuttin musste sich bei einem Offenbacher-Freistoß (74.), einem Beric-Kopfball (79.) und einem Beichler-Abschluss (83.) dreimal auszeichnen. Zudem rettete Windbichler bei einem Beric-Schuss auf der Linie (87.). Der Sieg der Grazer war am Ende durchaus verdient, sie blieben auch im vierten Cupspiel in der laufenden Saison ohne Gegentreffer. (APA, 8.4.2014)

ÖFB-Cup, Viertelfinale, Dienstag

Admira Wacker Mödling - Sturm Graz 0:1 (0:0)
BSFZ-Arena, 3.146 Zuschauer, SR Schüttengruber

Tor: 0:1 (50.) Hadzic

Admira: Kuttin - Auer, Windbichler, Schösswendter (76. Katzer), Wessely - Ebner (60. Sax) - Schick (69. Pranjic), Thürauer, Schwab, Domoraud - R. Schicker

Sturm Graz: Pliquett - Todorovski, Madl, Vujadinovic, Klem - Schloffer, Hadzic (72. T. Kainz), Offenbacher, F. Kainz (84. P. Wolf) - Beric, Djuricin (65. Beichler)

Gelbe Karten: R. Schicker, Auer, Domoraud bzw. Hadzic, Madl, Vujadinovic

Stimmen:

Walter Knaller (Admira-Trainer): "Wir haben vieles versucht, uns sehr bemüht, ins Spiel zu kommen, das ist uns aber nicht gelungen, weil Sturm gut verteidigt und das Zentrum gut zugemacht hat. Dann haben sie die Führung erzielt, dann ist es für uns schwierig geworden. Das Bemühen in der Offensive war da, die Mittel waren zum Teil aber untauglich und die Effektivität war nicht so vorhanden wie am Anfang im Frühjahr. Wir waren auch nach den vielen Spielen ein bisschen schwerfällig. Natürlich sind wir enttäuscht. Wir brauchen uns aber nicht grün und blau ärgern, weil wir nicht so gut waren, dass wir unbedingt gewinnen hätten müssen."

Darko Milanic (Sturm-Trainer): "In der ersten Hälfte waren die Beine bei den Spielern schwer, sie konnten sich gar nicht bewegen, das war eine schwache Leistung. Die Jungs haben zur Pause gewusst, dass das zu wenig war. Beim Tor haben wir den nötigen Raum gehabt und das ausgenützt. Wir haben unsere Ziele zu erreichen. In der Liga ist es sehr schwer, wir haben unsere Probleme. Im Cup haben wir jetzt den Aufstieg geschafft, das Halbfinale wird aber wahrscheinlich noch schwerer als heute."

  • Ein Ausflug der Sturm-Anhänger, der sich gelohnt hat.
    foto: apa/ pfarrhofer

    Ein Ausflug der Sturm-Anhänger, der sich gelohnt hat.

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