Zeit, sich zu werfen: Die Lust am Freeriden

27. Mai 2014, 17:22
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Ein Handbuch informiert über Moves, Bikes und Parks und ist nun aktualisiert erhältlich

"Ach, das sind nur eine Hand voll Verrückter und Adrenalin-Junkies", zitiert Dimitri Lehner, Chefredakteur des Freeride-Magazins die Reaktionen, die noch vor gut zehn Jahren auf seine Idee zu einer eigenständigen Freedride-Publikation geäußert wurden. Kurze Zeit später war alles anders: In der Bike-Szene herrschte Aufbruchstimmung, es kam zu einem Freeride-Boom, auf den die Fahrradhersteller reagierten.

2005 erschien bei Delius Klasing die erste Ausgabe des Freeride-Magazins; von der ersten Stunde an dabei war der Freerider und Redakteur Florian Haymann. Gemeinsam mit dem Fotografen und Mountainbiker Wolfgang Watzke verfasste er im Folgenden das Handbuch "Freeride. Moves, Bikes und Parks", das jetzt in seiner dritten aktualisierten Auflage erschienen ist.

Nach Lust und Laune

"Freeriden bedeutet, nach Lust und Laune zu biken, selten mit Quälerei, immer mit hohem Spaßanteil", definiert der Autor die gleichermaßen spielerische wie akrobatische Art, Rad zu fahren, ergänzt um die Information, dass es sich bei Freeriding ursprünglich um einen Marketingbegriff handelt, ins Leben gerufen von einem kanadischen Mountainbikehersteller in den 1990er Jahren.

Um die Fahrtechniken und Moves sowie Insidertipps rund um die spielerische akrobatische Sportart zu vermitteln, versammelte Haymann die besten deutschen Bike-Profis wie Guido Tschugg, Amir Kabbani, Stefan Herrmann und Robert Jauch (Rob J.). Alles beginnt mit der richtigen Ausrüstung und den Grundlagen, wie Kurvenfahren, Bunnyhop und Sprungtechniken. Im weiteren Verlauf folgen dann Drops und spektakuläre akrobatische Tricks.

Was Freerider brauchen

Das Buch beinhaltet alle Infos zu aktuellen Disziplinen, Modellen und Ausrüstung, eine Einführung in die Fahrtechnik durch Vollprofis, dazu Tipps, in welchen Bikeparks das Freeriden am meisten Spaß macht samt Fotosequenzen der besten Freeride-Spots Europas.

Freeride-Profis und ihre Bikes werden in Text und Bild vorgestellt. Ebenso wird gezeigt, was in den Rucksack für die Tour gepackt wird: Taschenlampe, Mini-Werkzeugtool, Flickset, Reifenheber, Handy, Energieriegel und, unter vielen weiteren hilfreichen Gadgets, auch eine Trillerpfeife - "zum Spaß, für Notfälle, gegen Bären".

Mithilfe der präzisen Beschreibungen und Bildfolgen können sich Einsteiger wie Fortgeschrittene neue Techniken und Tricks aneignen. Dennoch beschönigt der Autor nichts: "Auch wenn wir es nicht immer hören wollen: Freeriding ist und bleibt ein Risikosport." Dafür braucht es die entsprechende Panzerung, denn "Schutzkleidung ist Lebensversicherung". (tin, derStandard.at, 27.5.2014))

Florian HaymannFreerideMoves, Bikes und Parks. Tricks und Fahrtechnik der Profis Mit Rob J., Amir Kabbani, Guido Tschugg, Stefan Herrmann3. überarbeitete Auflage, 128 Seiten, 160 Farbfotos, 31 farbige Abbildungen15,40 EuroDelius Klasing

  • "Freeriden bedeutet, nach Lust und Laune zu biken, selten mit Quälerei, immer mit hohem Spaßanteil", definiert Florian Haymann die gleichermaßen spielerische wie akrobatische Art, Rad zu fahren.
    foto: verlag

    "Freeriden bedeutet, nach Lust und Laune zu biken, selten mit Quälerei, immer mit hohem Spaßanteil", definiert Florian Haymann die gleichermaßen spielerische wie akrobatische Art, Rad zu fahren.

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