Chelseas Optimismus kein Hirngespinst

7. April 2014, 22:22
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Chelsea steht gegen Paris St. Germain mit dem Rücken zur Wand. José Mourinho glaubt aber weiterhin, als erster Coach mit drei verschiedenen Teams die Champions League gewinnen zu können - Real auf Betriebsausflug in den Ruhrpott

London/Dortmund -  Den 24. Mai hat José Mourinho in seinem Terminkalender rot angestrichen. An diesem Tag plant der Teammanager des FC Chelsea nach wie vor einen Heimatbesuch. Und der 51-Jährige Portugiese geht weiter fest davon aus, dass er beim Finale der Champions League in Lissabon nicht nur als Zuschauer, sondern als einer der Hauptdarsteller live dabei ist.

"Unsere Aufgabe ist schwierig, aber nicht unmöglich", sagte The Special One vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Königsklasse heute Abend gegen Paris St. Germain (20.45 Uhr), in dem die Blues nach dem 1:3 im Hinspiel die ungewohnte Außenseiterrolle einnehmen. Mourinho könnte als erster Trainer den Champions-League-Titel mit drei Vereinen gewinnen. Mit dem FC Porto (2004) und Inter Mailand (2010) hatte er bereits die wichtigste Vereins-Trophäe im Weltfußball geholt.

Keine falsche Neun

Um dieses Ziel zu erreichen, wird Mourinho gegen den souveränen Tabellenführer der Ligue 1 seine Taktik aus dem Hinspiel über den Haufen werfen und in dem spanischer Angreifer Fernando Torres wieder mit einer echten Spitze antreten. Im Pariser Prinzenpark hatte noch André Schürrle zunächst die Rolle der falschen Neun ausgefüllt, ehe ihn Torres in der 59. Minute ablöste.

Dass Paris an der Stamford Bridge auf seinen verletzten Superstar Zlatan Ibrahimovic verzichten muss, ist für Mourinho kein allzu großer Vorteil. "Sie sind immer in der Lage, aus dem Nichts einen Treffer zu erzielen", äußerte der Chelsea-Coach und bekundete seinen Respekt vor den Franzosen.

Paris, das sich mit einem 3:0 gegen Stade Reims warmgeschossen hat, ist trotz des Ibrahimovic-Ausfalls zuversichtlich, zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte das Semifinale zu erreichen. "Wir haben gezeigt, dass wir auch ohne Zlatan gewinnen können. Und wir werden auch in London bestehen", sagte der brasilianische Mittelfeldspieler Lucas vor dem Abflug an die Themse mit breiter Brust.

Zurück an den Ort des Verbrechens

Spaniens Rekordmeister Real will in Dortmund nicht nur den Halbfinal-Einzug fixieren, sondern auch Revanche für das 1:4-Debakel im vergangenen Jahr nehmen. "Real kehrt an den Ort des Verbrechens zurück", schrieb das Sportblatt "Marca". "Im Stadion des BVB hatten die Madrilenen eine ihrer höchsten und schmerzhaftesten Niederlagen im Europacup erlitten."

Bangen heißt es unterdessen um Superstar Cristiano Ronaldo. Der Weltfußballer musste das Abschlusstraining am Montagabend nach 20 Minuten abbrechen. Zuletzt war Ronaldo beim 4:0-Sieg der "Königlichen" in San Sebastian am Samstag wegen Problemen im linken Knie geschont worden. Trainer Carlo Ancelotti hatte am Montag angekündigt, man werde bei Ronaldo kein Risiko eingehen. Der 14-fache Torschütze in der Champions League werde nur dann spielen, wenn er hundertprozentig fit sei.

Auch Gareth Bale ist angeschlagen. "Wir werden in Dortmund auf Sieg spielen - so wie wir das in jedem Spiel tun", versprach der Angreifer aus Wales, der im Hinspiel den Sieg mit einem schnellen Tor in Minute drei eingeleitet hatte. (sid/APA/red, 7.4.2014)

Champions League-Viertelfinale, Rückspiele:

Chelsea vs. PSG

Chelsea: Cech - Ivanovic, Cahill, Terry, Azpilicueta - David Luiz, Lampard - Schürrle, Oscar, Hazard - Torres

Paris: Sirigu - van der Wiel, Alex, Thiago Silva, Maxwell - Verratti, Motta, Matuidi - Lucas, Cavani, Lavezzi

BVB - Real

Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Sokrates, Hummels, Durm - Jojic, Sahin - Großkreutz, Mchitarjan, Reus - Lewandowski

Madrid: Casillas - Carvajal, Pepe, Sergio Ramos, Fabio Coentrao - Modric, Xabi Alonso, Di Maria - Bale, Benzema, Ronaldo

  • Prächtige Haare, prächtige Voraussetzungen für ein enges Spiel. 
 
    foto: ap/ena

    Prächtige Haare, prächtige Voraussetzungen für ein enges Spiel.

     

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